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Gedanken zur Zeitqualität in der Jungfrau-Periode 2019

 

von Ruth Siegenthaler.

Die ausführliche Version können Sie hier bestellen.

 

© alle Rechte bei Ruth Siegenthaler.

 

 

Die Erde - unsere Existenzgrundlage 

 

Die Sonne wechselt am 23. August 2019 um 12.03 Uhr in die Jungfrau. Nach der schöpferischen, herzlichen und vielleicht da und dort auch prahlerischen und machtvollen Löwe-Phase wird der Wechsel in das bescheidene Jungfrau-Zeichen oft wie eine Vollbremsung empfunden, was im gewissen Sinne auch zutrifft. Doch der Kosmos will uns nicht schikanieren – im Gegenteil geht es doch darum, in der Jungfrau-Periode eines Jahres die kreativen Impulse aus der Löwe-Phase zu analysieren und zu verarbeiten, und das braucht eben Zeit, Arbeit und Geduld. 

 

In der Berichtsperiode sind keine wichtigen neuen Einflüsse wirksam. Das bedeutet keineswegs, dass nichts los ist. Der Eintritt der Sonne am 23. August 2019 in die Jungfrau gestaltet sich spannend und leidenschaftlich, weil sich einen Tag danach Venus und Mars ein Stelldichein geben. Doch da Merkur, Venus und Mars in der Nähe der Sonne in der ganzen Berichtsperiode nicht sichtbar sind, stehen eher Verdauungs- und Überarbeitungsprozesse im Bereich der Ernährung, der Existenzgrundlage, der Arbeit und des Gesundheitswesens im Vordergrund. Diese Themenkreise sind vielerorts in unserer Leistungs- und Wohlstandsgesellschaft aus dem Lot geraten sind. So ist beispielsweise in den letzten Jahrzehnten zunehmend der menschliche Körper in die Investmentinteressen der Gesundheitsmedizin und Pharmaindustrie gerückt, und ein weiteres, ganz trauriges Kapitel ist die Fleischindustrie.  

 

Intensiviert wird dies durch die rückläufigen Planeten Uranus, Neptun, Saturn und Pluto, die ebenso dazu auffordern, diese kollektiven Anliegen zu bearbeiten. Da sich der rückläufige Saturn bis in den Oktober hinein am absteigenden Mondknoten im Steinbock befindet, trägt dies im Potenzial dazu bei, Erfahrungen zu nutzen und Angelegenheiten zu bearbeiten. Doch die Kehrseite ist gerade im Zusammenspiel mit den Planeten in der Jungfrau, dass das „Gewicht“ zu sehr auf dem Beweisbaren, dem Materiellen und Konkreten liegt.

 

Die Frage, die sich viele stellen mögen, lautet: Welchen Beitrag kann der einzelne Mensch in einer Zeit, in der der kollektive Wahnsinn durch die Zerstörung der natürlichen Nahrungsketten, Krieg, Terrorismus, Korruption usw. im Weltgeschehen schier überbordet, leisten? Die Antwort hierfür gibt uns die Jungfrau, die uns dazu einlädt, ein einfaches Leben zu führen. Es ist das Einfache, das Gewöhnliche, das uns seelisch, körperlich und geistig nährt und unsere Aufmerksamkeit auf die scheinbar unbedeutenden und doch wundervollen Dinge lenkt, wie der Flug eines Vogels oder ein plätschernder Bach, die uns friedlich stimmen. Dies ist nicht umsonst, denn gerade damit stärken wir ein friedliches kollektives Feld, das die Welt so dringend braucht.

 

 

 

Die Einflüsse in den einzelnen Wochen

 

Diese Einflüsse tangieren Sie nur, wenn Konstellationen in Ihrem persönlichen Horoskop aktiviert werden. Sonst sind Sie lediglich in der einen oder anderen Form Zuschauer. 

 

 

Die Tage vom 23. bis zum 25. August 2019 – Intensive Beziehungen

 

Die Sonne wechselt am Freitag um 12.03 Uhr in die Jungfrau. Zu Beginn der Jungfrau-Periode wird die bescheidene Jungfrau-Sonne mit der Stärke, Souveränität und Kraft von Regulus, dem Königsstern im Sternbild Löwe, aufgeladen, was dann zu einem guten Gelingen führt, wenn wir uns vor Rache und Machtmissbrauch hüten sowie zugleich bereit sind, die Dinge zu verändern oder loszulassen, die keinen Bestand mehr haben. 

 

Die Venus weilt vom 21. August bis zum 14. September 2019 und Mars vom 18. August bis zum 4. Oktober 2019 in der Jungfrau. In diesem Zeitraum begünstigen beide Planeten in der Jungfrau Hilfsbereitschaft und gegenseitige Fürsorge sowie analytisches und sachliches Handeln. Am Samstag geben sich Venus und Mars nahe der Sonne ein Stelldichein. Deshalb wirkt von Freitag bis Sonntag ein leidenschaftlicher, spontaner und kontaktfreudiger Wind in Beziehungen. Die Krux ist, dass in diesen Tagen sowohl Neuanfänge als auch das Ende in Partnerschaften und finanziellen Angelegenheiten beschlossen werden können, die Umsetzung jedoch noch bis Ende Oktober dauern kann, da Venus und Mars bis Ende Oktober wegen ihrer Nähe zur Sonne nicht sichtbar sind. Dies ist eine Erklärung dafür, dass man sich Zeit nehmen muss, um auch alltägliche Aspekte, beispielsweise die Finanzen und die Abwicklung von Arbeitsabläufen, zu organisieren.  

 

 

 

Die Woche vom 26. August bis zum 1. September 2019 - Die Dinge neu ordnen

 

Von Montag bis Mittwoch steht Venus und von Dienstag bis Freitag Mars in Kontakt mit Uranus im Stier. Dies sind nun wirklich inspirierende Tage, in denen uns Lichter aufgehen können, und zwar in Beziehungen, in der Arbeitswelt sowie im Umgang mit unseren Finanzen, Ressourcen, Werten und der Ernährung. Hilfreich ist, dass man sich in Liebesangelegenheiten nicht nur von Phantasien und Wünschen, sondern auch von der Vernunft leiten lässt.  

 

Der Neumond am Freitag fördert Möglichkeiten, Dinge zu ordnen und kühn neue Wege zu beschreiten, zumal sich die Handlungs- und Durchsetzungsweise gleichzeitig fokussiert und analytisch gestaltet. Es braucht sich dabei nicht immer um spektakuläre Dinge zu handeln, sondern kann ganz simpel darum gehen, Arbeitsabläufe oder Essgewohnheiten der Gesundheit und dem Wohlbefinden zuliebe aktuellen Bedürfnissen anzupassen. Möglich ist, dass dabei zwar Entscheidungen gefällt werden, Massnahmen und die zu unternehmenden Schritte jedoch weiterhin sorgfältig analysiert werden müssen, weil Venus und Mars erst Ende Oktober wieder sichtbar sind. Obwohl die Sterne nicht auf Sturm stehen, muss erwähnt werden, dass es überall dort, wo Machtansprüche dominieren, zu schwierigen Ereignissen kommen kann.

 

Wie auch immer die inneren und äusseren Prozesse der vorangehenden Tage verlaufen, die Zeit von Samstag bis Montag der folgenden Woche ist bestens geeignet, um Dinge, die man schätzt und liebt, beispielsweise die Finanzen oder die Pflichten und Rechte in Beziehungen, zu ordnen und zu regeln. Da sich die Handlungs- und Durchsetzungsweise fokussiert gestaltet, wird auch viel gelingen, vorausgesetzt, man hütet sich vor Übertreibungen. 

 

 

 

Die Woche vom 2. bis zum 8. September 2019  - Fokussierte Durchsetzungsweise

 

Merkur wechselt am 29. August 2019 in die Jungfrau und bleibt bis zum 14. September 2019 in diesem Zeichen. Somit befinden sich vier persönliche Planeten in der Jungfrau, die dazu einladen, das Augenmerk auf die Arbeit und die Gesundheit zu lenken. Im schwierigeren Erleben ist allerdings die Gefahr erhöht, dass Nörgelei, Kleinlichkeit und Materialismus das Sagen haben. 

 

In der ganzen Woche gestaltet sich die  Durchsetzungsweise fokussiert. Wir können auch sagen, dass uns der Kosmos Gelegenheit gibt, Handlungsweisen zu korrigieren und so zu handeln, wie es unserem inneren Wesenskern, unserem Herzen entspricht. Dort, wo die Bereitschaft fehlt, über Ursachen und Auswirkungen des eigenen Tuns zu reflektieren, ist die Tendenz erhöht, blindlings, fokussiert und rücksichtslos vorzugehen.    

 

Der wirkende Tatendrang kann sich positiv auf Beziehungen und den Umgang mit den Finanzen auswirken, wo im Grundtenor die Vernunft und die Hilfsbereitschaft das Sagen hätten, wenn nicht Jupiter und Neptun „Sparprogramme“, in welcher Form auch immer, inspirieren oder eben durcheinander bringen würden. In einer ersten Phase, nämlich von Montag bis Mittwoch, kommt zur beschriebenen Vernunft ein weltoffener, expansionsfreudiger und wachstumsorientierter Wind dazu, der sowohl die Abenteuerlust als auch das gegenseitige Verständnis fördert. Überlappend, nämlich von Dienstag bis Freitag  fliesst eine  sensible, träumerische und mitfühlende Färbung ein. Wenn nun in Beziehungen und Werten oder in religiösen und kulturellen Ansichten die Geschmäcker über das, was man liebt und schätzt, sehr auseinanderklaffen, kann es zu argen Meinungsverschiedenheiten kommen. Im Guten jedoch ist es durchaus möglich, dass unterschiedliche Ansichten zugunsten eines Wertverständnisses für das, was wir sein können und sein wollen, erweitert werden. Im Alltag empfiehlt es sich, übertriebene Ausgaben zu vermeiden und auch keine unrealistischen Versprechen abzugeben.

 

Unterstützend in all den beschriebenen Prozessen ist, dass sich in der Wochenmitte, also am Mittwoch, einem Merkurtag, der Götterbote ein Stelldichein mit der Sonne gibt. Dadurch werden von Dienstag bis Freitag Entscheidungsprozesse darüber begünstigt, wie und in welcher Form Vorhaben und Angelegenheiten weiter verfolgt werden oder von welchen Denk- und Kommunikationsmustern es sich auf der inneren Entwicklungsebene zu verabschieden gilt. Beim Letzteren kann es darum gehen, destruktive Gedanken in konstruktive Bahnen zu lenken, beispielsweise indem man sich selbst und anderen gegenüber nicht so kritisch ist. Von Mittwoch bis Freitag wird zudem pragmatisches Denken und vernünftige Flexibilität gefördert, was dazu beiträgt, Neuerungen, die einen praktischen Bezug zur Realität haben, zu analysieren und zu durchdenken, was auch schmerzhaft sein kann. 

 

Überlappend fliesst von Donnerstag bis Samstag im Denken und Kommunizieren sowie auch in der Definition von Zielsetzungen ein sinnsuchender, wachstumsorientierter und zugleich mitfühlender Einfluss ein, der überall dort, wo die Bereitschaft zum Dialog vorhanden ist, dazu beiträgt, aus unterschiedlichen Sichtweisen heraus neue Strategien zu entwickeln. Wer das Vertrauen in das eigene Wachstum nutzt und gleichzeitig die Arbeit einkalkuliert, die es braucht, um Projekte umzusetzen, liegt goldrichtig. Man hüte sich allerdings vor überhöhten Erwartungen und Forderungen und verspreche keine Dinge, die im Nachhinein nicht gehalten werden können.  

 

 

Von Samstag bis Dienstag der folgenden Woche kann es gelingen, in tiefen Gedankengängen oder Diskussionen Wert- und Moralvorstellungen sowie gegebene Strukturen zu hinterfragen, was dazu befähigt, Veränderungen einzuleiten, zumal sich gleichzeitig die Handlungs- und Durchsetzungsweise hilfsbereit und pragmatisch gestaltet. Im schwierigeren Erleben überwiegen materialistische Sichtweisen, wodurch allenfalls notwendige Wachstumsprozesse verhindert werden.   

 

 

 

Die Woche vom 9. bis zum 15. September 2019 – Veränderungen zulassen

 

Auf der Körperebene wird die Verdauung der Jungfrau zugeordnet. Es ist anzunehmen, dass in dieser Woche auf den verschiedensten Ebenen viel „verdaut“, d.h. verarbeitet, analysiert und sortiert werden muss. Dies deshalb, weil zum einen Merkur, Venus und Mars in der Nähe der Sonne nicht sichtbar sind und sich zum anderen der rückläufige Saturn im Steinbock direkt am absteigenden Mondknoten befindet.  

 

Bis Dienstag stehen tiefschürfende Denk- und Kommunikationsprozesse auf dem Programm, die in konkreten Handlungen münden können. Gleichzeitig laden die Tage von Montag bis Mittwoch zum Träumen ein, was im Kontrast zu den geschäftigen und pflichtbewussten Jungfrau-Energien steht. Menschen, die die Welt nicht nur in Fakten sehen, gelingt es leichter, die subtilen, phantasievollen Einflüsse zu empfangen und in die Realität einfliessen zu lassen. Es empfiehlt sich jedoch, sich vor Fantasien und Illusionen, die zu späteren Enttäuschungen führen, zu hüten.   

 

Merkur und Venus bewegen sich von Mittwoch bis Sonntag miteinander durch die Jungfrau. Dadurch gestalten sich, sei dies nun privat oder geschäftlich, Gespräche über das Zusammenleben und –arbeiten sowie über ganz praktische und organisatorische Fragen sicherlich mehrheitlich harmonisch und friedlich.  

 

Von Dienstag bis Sonntag wird die helfende, analytische Handlungs- und Durchsetzungsweise (Mars) zum einen vom Wunsch nach Wachstum und Expansion (Jupiter) und zum anderen von Mitgefühl und Sensibilität (Neptun) durchkreuzt. Dies sind Spannungen, die dort, wo ein klarer Geist wirkt, um unterschiedliche Ausgangslagen neutral zu betrachten, durchaus zu positiven Resultaten führen können. Unterstützend wirkt,  dass Sonne und Pluto in diesen Tagen Veränderungsprozesse fördern, die jedoch zugleich ein Loslassen des Alten voraussetzen. Die Kehrseite ist allerdings, dass versucht wird, die Kontrolle über Situationen und Finanzen zu behalten. Auf der äusseren Ebene können diese Pole durch unterschiedliche Parteien zum Ausdruck kommen, beispielsweise indem die eine die Vernunft oder die Sparsamkeit, die andere den Drang nach Expansion oder die Masslosigkeit und die dritte das Mitgefühl oder die intrigante Seite verkörpert. Wichtig ist, sich vor Übertreibungen, überhöhten und unrealistischen Ansprüchen sowie auch vor zu materialistischen Handlungsweisen zu hüten. Wer zudem die eigene Motivationskraft auch in den Dienst überpersönlicher Ziele stellt, schwächt sich dadurch keineswegs – im Gegenteil: Sinnvolles, mitfühlendes und soziales Handeln stärkt die eigene Kraft und Kreativität. 

 

Beim Vollmond am Samstag befinden sich die beschriebenen Themen auf einem Höhepunkt. Dort, wo in Beziehungen und Familien Ehrlichkeit und Mitgefühl das Sagen haben, sind dies durchaus Tage, in denen sich die Vielfalt des Lebens in seinen schönsten Facetten präsentiert. Und dort, wo möglicherweise die Bereitschaft fehlte, die Vergangenheit aufzuarbeiten, muss vermehrt mit schwierigen Ereignissen gerechnet werden. 

 

 

 

Die Woche vom 16. bis zum 22. September 2019  - Ideale, Wachstum und Realität

 

Saturn im Steinbock hat uns während seiner rückläufigen Phase seit dem 30. April 2019 dazu aufgefordert, uns mit unseren Grenzen, Pflichten und Verantwortlichkeiten auseinanderzusetzen. Dies können wir auch wie eine innere und äussere Reifungsphase erlebt haben, in der wir vielleicht gewisse Segmente in unserem Leben umstrukturiert oder einer Revision unterzogen haben. Saturn wird nun am Mittwoch direktläufig und steht wegen seines Richtungswechsels bis zum Ende der Berichtsperiode, also bis zum 23. September 2019 praktisch still. Saturn hat mit der Zeit zu tun, und in diesen Tagen können wir den Eindruck erhalten, als ob alles in Zeitlupe verläuft. Das Wissen darum hilft uns, Verzögerungen zu akzeptieren. Nach dem 23. September 2019 wird erneut eine Vorwärtsbewegung einsetzen.

 

Gleichzeitig wirkt in dieser Woche das dritte und letzte Quadrat zwischen Jupiter im Schützen und Neptun in den Fischen. Dadurch können im Weltgeschehen Ideale der Nächstenliebe sowie  fundamentalistische religiöse oder rechtsextreme Ansichten aufeinanderprallen. Auf einer ganz anderen Ebene spornt uns derselbe Einfluss dazu an, unsere Träume und all das, woran wir glauben, zu verfolgen, auch wenn wir uns auf Neuland begeben und nichts beweisen können. Gewiss, es gilt, das Spannungsfeld zwischen Traum, Verbundenheit mit anderen Menschen, den Glauben an unser eigenes und gemeinsames Wachstum und zugleich, wenn wir nicht scheitern wollen, die nüchterne Realität im Auge zu behalten. Träume sind nicht immer nur Schäume, und wer sich diese schon im Vornherein ausreden lässt, stoppt damit sein Wachstum und seine Lebensfreude. Kontroversen können durchaus nützlich sein, weil sie unser Blickfeld auf Dinge erweitern, die wir vielleicht übersehen würden. Deshalb ist es wichtig, andere Standpunkte nicht einfach abzublocken, sich jedoch rechtzeitig abzugrenzen, bevor diese unsere Visionen, die sich zu verfolgen lohnen, zunichtemachen. 

 

Merkur befindet sich vom 14. September bis zum 3. Oktober und Venus vom 14. September bis zum 8. Oktober 2019 in der Waage. In diesem Zeitraum gestalten sich Denken und Kommunizieren sowie zwischenmenschliche Kontakte und der Umgang mit Finanzen grundsätzlich harmonisch. Im schwierigeren Erleben überwiegt eine Harmoniesucht, was dazu führt, dass gerade deswegen Streit entsteht. Beide Planeten sind immer noch unsichtbar, und das heisst, dass innere Prozesse sowie die Aufarbeitung oder Aufgleisung von Angelegenheiten Vorrang haben.

 

Von Montag bis Mittwoch stehen nun Merkur und Venus in der Waage in Opposition zu Chiron, dem verletzten Heiler, im Widder. Das bedeutet, dass in Beziehungen und finanziellen Angelegenheiten ein sensibler Wind weht. Um nicht ins Fettnäpfchen zu treten, ist es deshalb weiser, die eigenen Worte auf die Goldwaage zu legen und das, was man denkt und fühlt, so auszusprechen, wie man es selbst von anderen hören möchte. Es ist zudem möglich, dass durch kleinere oder grössere Zwischenfälle in diesen Tagen alte Verletzungen, die mit dem Missbrauch von Worten, Werten oder auch dem eigenen Selbstwert zu tun haben, ins Bewusstsein rücken und einer Heilung zugeführt werden können. Denkbar ist ferner, dass Skandale in der Wirtschaft sowie das Leid vieler Menschen aufbrechen. Dies ist nicht negativ, denn dadurch eröffnen sich Chancen für eine Heilung durch Bewusstwerdung oder/und Veränderungen von Situationen. 

 

Von Mittwoch bis Samstag können zwar Veränderungen kraftvoll und realistisch zugleich angestossen werden. Da jedoch Saturn noch nicht in Fahrt ist, geht es allenfalls nicht so zügig voran, wie es wünschenswert wäre. Es muss sich dabei nicht nur um zukunftsorientierte Projekte handeln – im Gegenteil: Im Zusammenspiel mit den oben skizzierten Einflüssen ist es eher denkbar, dass Systeme umstrukturiert werden, die den aktuellen Anforderungen nicht mehr entsprechen. Im schwierigeren Erleben überwiegen die materiellen Aspekte, und es wird Druck auf Schwächere ausgeübt. 

 

Von Samstag bis Montag der folgenden Woche wird das, was man denkt und formuliert, zugleich einer Zensur unterworfen, sei dies nun, indem man selbst über die Bücher geht oder aber Kritik von aussen geübt wird. Entscheidend ist, ob diese konstruktiv oder destruktiv eingesetzt wird. Verharrt die eine oder andere Partei stur auf ihrer Meinung, kommt es leicht zu Zerwürfnissen, die niemandem dienen. Sinnvoll ist es, keine überholten Verhaltensmuster zu wiederholen, sondern die Quintessenz von Erfahrungen dafür zu nutzen, um neue Wege zu beschreiten.

 

 

 

Montag 23. September 2019 - Taktwechsel

Die Sonne wechselt am Montag um 9.51 Uhr in die Waage, dem Zeichen der Diplomaten und der Feldherren. Mehr darüber in der nächsten Zeitqualität.

 

© Ruth Siegenthaler

20. August 2018