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Gedanken zur Zeitqualität in der Widder-Periode 2020

von Ruth Siegenthaler.

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© alle Rechte bei Ruth Siegenthaler.

 

Ein stürmischer Frühling

Die Sonne wechselt am 20. März 2020 um 4.51 Uhr in den Widder. Uns steht ein ausserordentlicher Frühlingsanfang bevor. Zum einen fliessen in der Widder-Periode eines Jahres  feurige Lebenskräfte für Neuanfänge. Zum anderen wird gleichzeitig eine  markante Klärungsphase eingeleitet, die alles von uns abverlangt. Die starken astrologischen Konstellationen, die ab Frühlingsbeginn auf uns einwirken, haben mich dazu veranlasst, eine Sonderausgabe der „Zeitqualität“ zu verfassen. Siehe „Das Jahr 2020 – ein epochales Übergangsjahr“.     

Dennoch möchte ich darauf hinweisen, dass der Widder der Überbringer des Lichtes ist und den göttlichen Funken in uns anzündet. Reife Widder-Kräfte beruhen auf einem freien Willen und rufen individuelle und ständig neue Entscheidungen hervor, auf die sich unser Bewusstsein richten will. Die negativen Manifestationen derselben Energien sind Rücksichtslosigkeit, Egoismus, Gewalt, Unterdrückung und Machtausübung über andere.

Je mehr wir uns gerade in diesen Zeiten auf die lichtvollen Widder-Kräfte besinnen, desto mehr erleben wir, dass wir beschützt sind. Darauf weist auch die Symbolik von Ostern hin, die nach dem ersten Frühlingsvollmond stattfindet. Es kann sein, dass in Europa in diesen Tagen die Corona-Krise abflaut und wir gerade deshalb Ostern anders erleben werden. Erinnern wir uns daran, dass die österliche Auferstehung mit dem in dieser Jahreszeit zunehmenden Licht der Sonne zu tun hat. Die Sonne ist ein Symbol für Christus. Das bedeutet, dass uns das Osterlicht hilft, alles Dunkle zu vertreiben. Vergessen wir auch nicht, dass es das schwache und hilflose Osterlamm ist, das zum Herrscher der Welt wurde. Damit ist eine innere, bescheidene Haltung gemeint, denn erst sie befähigt uns, den Reichtum und die Weisheit zu empfangen, die uns zu wahren Pionieren und Führungspersönlichkeiten macht.  

 

Die Einflüsse in den einzelnen Wochen

Die Tage vom 20. bis zum 22. März 2020 – Ein kraftvoller Start in die Widder-Periode

Wie schon erwähnt, wechselt die Sonne am Freitag um 4.51 Uhr in den Widder. Der Frühling beginnt und die Natur erwacht. Auch in uns Menschen kann der Wunsch wach werden, Neues zu wagen. Die Voraussetzungen sind günstig, gibt sich doch Mars, der Herrscher über den Widder, ein Stelldichein mit Jupiter. Das bedeutet: 

Bis Sonntag können dank des Stelldicheins von Mars und Jupiter im Steinbock Veränderungen kraftvoll und voller Vertrauen angestossen werden. Die Motivation ist hoch, vielleicht verspüren die einen oder anderen gar das Bedürfnis, Berge zu versetzen. Da sich Mars gleichzeitig schnurstracks in die Konjunktion mit Pluto im Steinbock begibt, die nächsten Montag exakt ist, handelt man im wahrsten Sinn des Wortes weise, wenn man bis Mitte nächster Woche seine Kräfte für sinnvolle Angelegenheit einsetzt, die nicht nur den eigenen Interessen dienen. Es geht, wie schon in den vergangenen Monaten immer noch darum, überholte Strukturen den neuen Realitäten anzupassen, und zwar so, dass alles, was man in die Wege leitet, im Einklang mit der eigenen, inneren Wahrheit steht. Im schwierigeren Erleben ist die Tendenz zu einem überheblichen Verhalten gegeben, was dazu führen kann, dass Druck auf Schwächere ausgeübt wird. Leider ist im Weltgeschehen die Tendenz zu Gewalt und Machtdemonstrationen erhöht. In den Tagen dazwischen, nämlich von Mittwoch bis Freitag, wird diese Tendenz durch einen sanften Einfluss gemildert, der dazu beiträgt, bei der Realisierung von Zielen kooperativ vorzugehen, da die Sehnsucht nach Harmonie erhöht ist. Letzteres kann sowohl stärkend als auch schwächend empfunden werden. Stärkend wirkt dieser Einfluss dann, wenn wir Grenzen ziehen und uns zugleich bewusst ist, dass wir dennoch miteinander verbunden sind.  

 

 

Die Woche vom 23. bis zum 29. März 2020 – Wie nutze ich meine Macht?

Die Woche beginnt kraftvoll, geben sich doch am Montag Mars und Pluto ein Stelldichein im Steinbock. Das heisst, dass es bis Donnerstag ein enormes Gespür im Umgang mit Macht, Stärke, Durchsetzung und Verantwortung braucht, wenn man beispielsweise Verhandlungen so konstruktiv wie möglich meistern und Machtkonflikte vermeiden will. Macht kommt von machen und hilft im Positiven, die Vergangenheit aufzuarbeiten und aufgrund der gewonnenen Einsichten Projekte in einer angepassten Form zu lancieren. Im Negativen ist die Tendenz erhöht, dass die Macht des vermeintlich Stärkeren das Sagen hat. Im individuellen Erleben besinne man sich auf die eigene Macht und  Kraft und lasse keine Fremdbestimmungen zu. Dies ist allerdings überall dort nicht so einfach, wo beispielsweise Menschen ihren Arbeitgebern auf Gedeih und Verderben ausgeliefert sind oder wo durch das Corona-Virus Ausnahmesituationen herrschen. Gutes Gelingen ist angesagt, wenn Durchsetzungsvermögen und Mittel nicht nur für das eigene Wohl, sondern gleichzeitig für die Gemeinschaft eingesetzt werden. Der dazwischen liegende Neumond im Widder am Dienstag erfordert Hingabe, Akzeptanz und Mut. Es ist anzunehmen, dass in den Tagen zuvor und danach auch schmerzhafte Angelegenheiten an die Oberfläche geschwemmt werden, die im Annehmen der Dinge, so wie sie waren und wie sie sind, einer Heilung zugeführt werden können. 

 

Von Donnerstag bis Dienstag der kommenden Woche stehen private, geschäftliche und bilaterale Beziehungen sowie auch die Finanzen und Ressourcen im Fokus. Dies ist deshalb so, weil Venus im Stier zuerst ein Trigon zu Jupiter und dann zu Pluto im Steinbock bildet. Enorme Gewinne sind ebenso möglich wie grosse Verluste. Denkbar ist, dass grosszügige Kredite versprochen werden, um beispielsweise nach Umweltkatastrophen Zerstörtes wieder aufzubauen oder auch, um die Wirtschaft nach den Auswirkungen des Corona-Virus wieder auf Kurs zu bringen. Bekanntlich stirbt die Hoffnung zuletzt. Es bleibt zu hoffen, dass auch Entscheidungen gefällt werden, in denen Bestrebungen auf eine biodynamische Landwirtschaft und nicht auf die Ausbeutung der Erde gerichtet sind.    

 

 

Die Woche vom 30. März bis zum 4. April 2020 – Klar handeln und sich der Wahrheit stellen

Mars wechselt am 30. März 2020 in den Wassermann und bleibt in diesem Zeichen bis zum 13. Mai 2020. In diesem Zeitraum gestaltet sich die Durchsetzungs- und Handlungsweise grundsätzlich zukunftsorientiert, wodurch beispielsweise technologische Forschungen und wissenschaftliche Projekte begünstigt werden. 

Das Besondere ist, dass Mars am Montag auf Saturn trifft, der sich erst seit dem 23. März im Wassermann befindet. Dadurch findet von Montag bis Donnerstag eine Zäsur in Bezug auf die Handlungs- und Durchsetzungsweise statt. Diese äussert sich so, dass Blockaden und Verzögerungen auftreten, die einen dazu zwingen, Fehler auszumerzen oder sich eben ganz simpel in Geduld zu üben. Zu schwierigen Ereignissen kommt es dann, wenn Kräfte zersplittert, Verantwortlichkeiten nicht wahrgenommen oder Mitmenschen unter Druck gesetzt werden. Ganz andere Möglichkeiten ergeben sich, wenn konzentriert gehandelt wird, was uns dazu befähigt, neue Marksteine für die Verwirklichung von Idealen und Zielen zu setzen. Entscheidend für einen nachhaltigen Erfolg ist, dass wir uns für unser Seelenwohl und das Gemeinwohl entscheiden und nicht für Dinge, die uns nur kurzfristige Vorteile bringen. 

Gleichzeitig wirft die Jupiter/Pluto-Konjunktion im Steinbock, die am kommenden Sonntag exakt ist, ihre Schatten voraus. Dieser Einfluss fordert uns dazu auf, in dieser und in der nächsten Woche unsere Wachstumsansprüche unter die Lupe zu nehmen. Es ist wichtig, der eigenen Wahrheit treu zu bleiben, was sich einfacher anhört, als es ist. Dies deshalb, weil oftmals Glaubensgrundsätze darüber, was richtig und was falsch ist, tief in unserer Seele verankert sind und uns dann Schuldgefühle einholen, wenn wir nach unserer eigenen, inneren Richtigkeit handeln. Es kann sein, dass auch im Weltgeschehen nach der «Wahrheit» geforscht wird oder Dinge an die Oberfläche geschwemmt werden, die uns sowohl positiv als auch negativ berühren. Auf der äusseren Ebene ist in den kommenden vierzehn Tagen die Tendenz zu grossen Rechtskonflikten erhöht. 

Von Freitag bis Montag der kommenden Woche gestalten sich Denken und Kommunizieren intuitiv und empfindsam. Im Weiteren sind diese Tage sehr gut geeignet, um Dinge, die man schätzt und liebt, in geordnete Bahnen zu bringen. Dies kann sich konkret auf Beziehungsangelegenheiten und Finanzen beziehen. Die schwierigere Seite dieses Einflusses ist, dass die Dinge nicht klar gesehen werden oder auch, dass absichtlich oder unabsichtlich gelogen und manipuliert wird. Gut beraten ist, wer bei sich selbst bleibt und sich darum bemüht, Geschehnisse aus einer Beobachterposition heraus zu betrachten. All dies trägt dazu bei, unnötige Anhaftungen oder subjektive Haltungen zu vermeiden.  

 

Die Woche vom 6. bis zum 12. April 2020 – Veränderungen zulassen

In der ganzen Woche wirkt der Einfluss von Jupiter und Pluto stark, den ich in der Vorwoche beschrieben habe.

Auf all diejenigen Angelegenheiten, die tiefschürfenden Veränderungsprozessen unterworfen sind, folgt unweigerlich eine Anpassung der Handlungs- und Durchsetzungsweise. Dies geschieht von Montag bis Donnerstag durch den Spannungsaspekt zwischen Mars im Wassermann und Uranus im Stier. In diesen Tagen prallen so unterschiedliche Energien aufeinander wie einerseits Ungeduld, Entdeckungsfreude und andererseits eine erneuernde, zukunftsorientierte Haltung der Erde unseren Ressourcen und Werten gegenüber. Es kann überall dort zu Trennungen kommen, wo sich beispielsweise individuelle Freiheiten und humanistische Werte nicht mehr vereinen lassen. Wer schwierige Situationen vermeiden will, tut gut daran, weder jedem Handlungsimpuls unbesonnen nachzugeben, noch die Augen für neue Optionen zu verschliessen. Menschen, die partout auf Nummer sicher gehen wollen oder sich umgekehrt jeglichen Neuerungen verweigern, laufen Gefahr, dass durch unerwartete Ereignisse alles auf den Kopf gestellt wird. In den gleichen Tagen verbindet sich Merkur in den Fischen mit Jupiter und Pluto im Steinbock. Im Guten wird dadurch das  Verhandlungsgeschick gefördert und im Schlechten die Wortgewalt sowie Lug und Betrug.       

 

Wir leben in einer verrückten Welt und in einer Gesellschaft, die aus dem Gleichgewicht geraten ist. Beim dazwischenliegenden Vollmond am Mittwoch wirken Kräfte, die dazu genutzt werden können, um  Ungerechtigkeiten auszugleichen. Es kann auch sein, dass es zu Protestbewegungen oder gar Revolutionen kommt, die sich gegen die herrschenden Zustände auflehnen.  

Über die Ostertage, also von Freitag bis Montag der kommenden Woche, beruhigt sich die kosmische Wetterlage. Es hängt von der Reife der Diskussionsteilnehmer ab, ob sachliche Diskussionen stattfinden und vielleicht gar konkrete Beschlüsse gefasst werden können. Man nutze Erfahrungen, sei jedoch gleichzeitig bereit, neue Wege zu begehen.  

 

Die Woche vom 13. bis zum 19. April 2020 – Zuversicht nutzen

Von Dienstag bis Donnerstag wirken extrem unterschiedliche Tendenzen, die im unbewussten Erleben nicht so einfach unter einen Hut gebracht werden können. Zum einen herrscht eine zuversichtliche, optimistische Stimmung, die sich in einem starken Bedürfnis äussern kann, in irgendeiner Form über sich selbst hinauszuwachsen. Wer das Vertrauen in das eigene Wachstum nutzt, und dazu gehört auch, den Dingen auf den Grund zu gehen, sowie zugleich die Arbeit einkalkuliert, die es braucht, um Ideen und Projekte umzusetzen, liegt goldrichtig. Man hüte sich jedoch vor überhöhten Erwartungen und Forderungen und verspreche keine Dinge, die im Nachhinein nicht gehalten werden können. Zum anderen ist gleichzeitig die Tendenz zu bewusst oder unbewusst verletzenden Worten erhöht, weil sich Merkur mit Chiron im Widder verbindet. Es ist auch im eigenen Interesse weiser, taktlose Meinungsäusserungen zu vermeiden. Im Potenzial jedoch ist es durchaus möglich, dass ein verständnisvolles Gespräch dazu beiträgt, Differenzen zu bereinigen. Man stelle sich darauf ein, dass oftmals das, was man plötzlich erkennt, in einer ersten Phase schmerzhaft ist, bevor eine Heilung einsetzt. 

 

Die Widder-Periode klingt mit einen sehr schönen, sanften Einfluss aus, bildet doch Merkur im Widder ein Sextil zur Venus in den Zwillingen und zu Mars im Wassermann. Werden diese leisen Impulse wahrgenommen, kann es gelingen, über Werte und Standpunkte zu diskutieren und zugleich auf eine neue Art und Weise zu handeln. 

 

Die Sonne wechselt am 19. April 2020 um 16.47 Uhr in den Stier. Mehr darüber in der nächsten «Zeitqualität». 

 

 

© Ruth Siegenthaler

17. März 2020 

 

Lektorat: Helga Eichner, München D