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Gedanken zur Zeitqualität in der Schütze-Periode 2020

 

von Ruth Siegenthaler.

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© alle Rechte bei Ruth Siegenthaler. 

 

 

Endspurt und Paradigmenwechsel 

 

Die Sonne wechselt am 21. November 2020 um 21.41 Uhr in den Schützen. Die Schütze-Sonne motiviert dazu, Zukünftiges zu planen, womit meistens zugleich Veränderungen verbunden sind. Doch da sich Sonne und Merkur am Himmel durch die Sternbilder Skorpion und Schlangenträger bewegen, stehen gleichzeitig tiefschürfende Transformationsprozesse an. Im Weiteren ereignet sich in der Berichtsperiode am 30. November 2020 eine partielle Mondfinsternis und am 14. Dezember 2020 eine totale Sonnenfinsternis. Der wieder direktläufige Merkur befindet sich zudem in der ganzen Berichtsperiode in der Nähe der Sonne und stellt uns vor die Herausforderung, Denk- und Kommunikationsmuster einer Prüfung zu unterziehen. Schon allein diese Einflüsse bewirken, dass uns vermutlich vor Augen geführt wird, in welchem Ausmass in der Vergangenheit Wissen, Worte und Wahrheiten auch dazu missbraucht wurden, Menschen zu beeinflussen, zu manipulieren, zu unterdrücken und gegeneinander aufzuhetzen. Wer Rückgrat zeigt, darf jedoch darauf vertrauen, dass uns gleichzeitig das Wissen zufliessen wird, um uns diesem Ungemach zu stellen.

 

Saturn wechselt am 17. Dezember und Jupiter am 19. Dezember 2020 in den Wassermann. Am  21. Dezember 2020, also am Tag der Wintersonnenwende, findet die epochale Konjunktion zwischen diesen beiden Planeten statt. Eine Konjunktion symbolisiert immer auch ein Ende und einen Neubeginn. Von daher gesehen befinden wir uns in der Berichtsperiode in einem Endspurt, in dem Dinge enden und zugleich das Neue nach einem Durchbruch ringt. Deshalb lohnt sich die Auseinandersetzung mit der Frage: „Wo will ich und wo wollen wir gemeinsam hin?“ Die Energie folgt den Gedanken und deshalb ist es wichtig, dass wir unseren Visionen und Träumen treu bleiben. Von daher gesehen ist es gar nicht gut, wenn wir resignieren, obwohl die Corona-Krise und viele andere Geschehnisse uns verständlicherweise Angst machen.  

In diesen chaotischen Zeiten suchen viele Menschen nach einem Licht, einem Leuchtturm oder einem Kompass als Führungshilfe. Dieses Licht findet in der äusseren Welt ausgerechnet in dieser Jahreszeit, wo die Nächte bis zur Wintersonnenwende immer kürzer werden, seine Entsprechung in den brennenden Adventskerzen. Das Wunderbare ist, dass gleichzeitig unser inneres Licht stetig zunimmt, wodurch das Vertrauen in unsere innere Führung gestärkt wird.  In diesem Sinne schenkt uns die Vorweihnachtszeit jedes Jahr aufs Neue die Gelegenheit, den Glauben in uns zu stärken, damit an Weihnachten der Christus in uns auf einer neuen Bewusstseinsstufe geboren werden kann. 

 

Dort, wo dieses Licht mit dem rohen Willen verwechselt wird, muss mit einer Eskalation der Gewalt, die sich nicht immer physisch zu äussern braucht, gerechnet werden. Im Weltgeschehen werden sich viele laufende Prozesse, wie beispielsweise die Wahlen in den USA, bis zu einer Kehrtwende zuspitzen. Dort, wo die Fronten verhärtet sind, werden sich diese noch mehr verhärten, es sei denn, leidvolle Ereignisse zwingen zu einer Umkehr oder Einsicht. 

 

 

 

Die Einflüsse in den einzelnen Wochen

Diese Einflüsse tangieren Sie nur, wenn Konstellationen in Ihrem persönlichen Horoskop aktiviert werden. Sonst sind Sie lediglich in der einen oder anderen Form Zuschauer. 

 

Samstag/Sonntag, 21./22. November 2020  - Nachdenken und erst dann handeln

 

Die Sonne wechselt am Samstag um 21.41 Uhr in den Schützen. Nach der aufwühlenden Skorpionphase bringt die Schütze-Sonne Bewegung in unser Leben, indem sie uns dazu motiviert, neue Horizonte zu erobern. 

Ein paar Stunden zuvor, nämlich um 14.23 Uhr, hat die Venus in den Skorpion gewechselt, in dem sie bis zum 15. Dezember 2020 bleiben wird. Die Göttin ist in der ganzen Berichtsperiode kurz vor Sonnenaufgang als Morgenstern zu sehen. Zusammenfassend bedeutet dies, dass uns eine leidenschaftliche und tiefgründige Zeitspanne bevorsteht, die es uns gleichzeitig auch ermöglicht, ganz konkret etwas zu realisieren.  

Auch Merkur, der sich noch bis zum 1. Dezember 2020 im Skorpion aufhält, fördert tiefgründige Gespräche. Von Samstag bis Montag der folgenden Woche bildet der Götterbote einen Quinkunx zu Mars im Widder. Mars im Widder mag es, sich spontan für etwas zu engagieren. Doch im Widerspruch dazu fordert Merkur, Angelegenheiten auf den Grund zu gehen. Zusammenfassend bedeutet dies, dass es weiser ist, zuerst nachzudenken und erst dann zu handeln.

 

 

Die Woche vom 23. bis zum 29. November 2020  - Freiheit und innige Verbundenheit

 

Von Montag bis Mittwoch bildet Merkur im Skorpion ein Trigon zum rückläufigen Neptun in den Fischen. Dieser sanfte Einfluss begünstigt tiefgründiges, gefühlvolles und intuitives Denken und Kommunizieren, was auch zu Täuschungen führen kann. 

Da Neptun sein Tempo verlangsamt, weil er am Sonntag direktläufig wird, können neptunische Angelegenheiten, das heisst soziale Projekte, künstlerische Arbeiten usw. ins Stocken geraten. Eine ganz andere Qualität kann Neptun entwickeln, wenn wir uns in dieser und der nächsten Woche Zeit nehmen, um unseren Visionen und Träumen nachzugehen, die oftmals eine ungeahnte schöpferische Quelle sind. 

Am Freitag steht die Venus in Opposition zu Uranus, weshalb von Donnerstag bis Freitag das Bedürfnis nach Unabhängigkeit und Freiheit erhöht ist. Dadurch wird es leichter möglich, sich aus Beziehungen, seien diese nun privat, freundschaftlich oder geschäftlich, zu befreien, die keine Wachstumsmöglichkeiten mehr bieten. Da sich das Duell dieser beiden Planeten auf der Zeichenachse Stier-Skorpion abwickelt, kann es da und dort schwer fallen, das, an was man sich gewöhnt hat, loszulassen. Positiv kommt diese Zeitqualität bei den Menschen zum Ausdruck, die sich bewusst sind, dass die Liebe ein Kind der Freiheit ist. Es darf beides sein, Phasen der innigen Verbundenheit und dann wieder Phasen der Freiheit, um zu sich selbst zurückzufinden. Auf einer anderen Ebene sind diese Tage gut geeignet, um finanzielle Angelegenheiten neu zu ordnen. - In den gleichen Tagen bildet Merkur ein Sextil zu Pluto im Steinbock. Im Guten werden dadurch tiefgründige Gespräche begünstigt. Es ist auch möglich, dass subtil die Macht der Worte dazu benutzt wird, um andere zu beeinflussen oder gar zu manipulieren. 

 

Am Sonntag bildet die Schütze-Sonne einen Quinkunx zu Uranus im Stier und Merkur im Skorpion ein Sextil zu Jupiter im Steinbock. Diese Einflüsse wirken von Samstag bis Montag der folgenden Woche und stehen zugleich im Sog des Vollmondes vom kommenden Montag. Wer in die Zukunft schreiten will tut gut daran, sich ein übergeordnetes Ziel zu setzen, da überhöhte persönliche Anliegen unter keinem guten Stern stehen. 

  

Die Woche vom 30. November bis zum 6. Dezember 2020  - Visionen und Realität

 

 

Der Vollmond am Montag beleuchtet die Vergangenheit und zugleich auch die Wichtigkeit der Zusammenarbeit mit Gleichgesinnten. Wer nicht stolpern will, tut jedoch gut daran, sich nicht auf andere zu stützen, indem Standpunkte ungeprüft übernommen werden, sondern Fakten und Meinungen sorgfältig zu analysieren. Im schwierigeren Erleben ist die Tendenz erhöht, dass jeder auf seinem Standpunkt beharrt, wodurch sich Fronten erst recht verhärten können. Unterstützend wirkt, dass Merkur im Skorpion und Saturn im Steinbock konzentriertes und tiefgründiges Denken und Kommunizieren ermöglichen.  

Von Dienstag bis Donnerstag wirkt ein Halbquadrat zwischen der Schütze-Sonne und Jupiter im Steinbock und gleich anschliessend von Freitag bis Sonntag ein Halbquadrat zwischen der Schütze-Sonne und Saturn im Steinbock. In einer ersten Phase kann es zu inneren und äusseren Spannungen zwischen zukünftigen Entfaltungsmöglichkeiten und dem, was nicht mehr stimmig ist, kommen. Es kann auch sein, dass man mehr erreichen will, als möglich ist. In einer zweiten Phase greift dann Saturn regulierend ein, was sich allerdings auch so äussern kann, dass autoritär alten Paradigmen der Vorzug gegeben wird. Wer Entscheidungen fällen muss, der tut gut daran, weniger auf Wachstum zu setzen, sondern dem, was Sinn macht und ethisch und moralisch vertretbar ist, den Vorzug zu geben. 

An Sonntag bildet die Venus im Skorpion ein Trigon zu Neptun in den Fischen und einen Quinkunx zu Mars im Widder. Dadurch weht von Samstag bis Montag der folgenden Woche zum einen ein leidenschaftlicher und einfühlsamer Wind in Beziehungen. Doch nicht nur! Dies sind keine günstigen Tage für Menschen, die gerne selbst im Rampenlicht stehen wollen. Weiser ist es, situativ persönliche Ansprüche zugunsten von etwas Höherem zurückstellen, was aber nicht bedeutet, dass man sich in eine Opferrolle hineinbegeben soll.   

 

 

 

Die Woche vom 7. bis zum 13. Dezember 2020 - Vergangenes rückt in den Fokus

 

Am Mittwoch bildet die Sonne im Schützen ein Quadrat zu Neptun in den Fischen. Im bewussten Erleben ist von Dienstag bis Donnerstag die allgemeine Stimmungslage abwechselnd optimistisch und dann wieder sensibel und feinfühlig. Der Grund hierfür ist, dass die Sonne nach äusserem Wachstum strebt und Neptun nach innerem. Diese Gegensätze regen im Potenzial dazu an, Erinnerungen mit unseren Träumen und Visionen zu verbinden und daraus etwas Neues zu gestalten. Im schwierigeren Erleben ist die Tendenz erhöht, die Vergangenheit zu idealisieren oder umgekehrt, sich als Opfer zu fühlen, was niemandem etwas bringt. 

 

Überlappend bildet die Venus im Skorpion am Donnerstag ein Sextil zu Pluto im Steinbock. Diese kraftvolle Strömung trägt von Mittwoch bis Freitag dazu bei, Formen des Zusammenlebens sowie den Umgang mit Werten und Ressourcen den neuen Gegebenheiten anzupassen. Dort, wo das Bewusstsein vorhanden ist, dass wir Menschen schon allein durch die vier Elemente schicksalhaft miteinander verbunden sind, können Zeichen gesetzt werden, die der gegenseitigen Fürsorge sowie dem Wohl der Erde und ihren Wesen Rechnung tragen.

 

Am Freitag ist das Trigon zwischen der Schütze-Sonne und Mars im Widder exakt. Dadurch stehen von Mittwoch bis Samstag Wille und Handlung in einem harmonischen Einklang. Dies sind für sich genommen ausgezeichnete Voraussetzungen, um sich in Verhandlungen auf gemeinsame Ziele und Vorgehensweisen zu einigen. Es ist anzunehmen, dass es in diesen Tagen nicht primär um neue, sondern um vergangene Angelegenheiten und Projekte geht, die aufgearbeitet oder in eine neue Form gebracht werden wollen. Problematisch wird es dann, wenn stur an überholten Glaubensgrundsätzen festgehalten wird. 

Das Quadrat zwischen Merkur im Schützen und Neptun, das am Sonntag exakt ist, beschert über das Wochenende eine flexible und sinnsuchende Denk- und Kommunikationsweise, die zum einen Erinnerungen weckt, zum anderen aber auch dazu führt, dass nur das Vergangene gesehen wird. Inspirierend, aber auch verwirrend ist, dass gleichzeitig Impulse und Ahnungen einfliessen, die logisches Denken und Argumentieren untermauern können. Deshalb ist es notwendig, seelische Impulse und Visionen, die sich leicht mit Illusionen vermischen können, nicht einfach zu verwerfen, sondern zu analysieren. Wie dem auch sei: Vernunft und Disziplin sind nach wie vor die besten Werkzeuge, um Erfahrungen zu nutzen und Fehler zu vermeiden. Mit schwierigen Ereignissen muss dort gerechnet werden, wo Standpunkte rechthaberisch vertreten werden oder/und die Bereitschaft fehlt, den Dingen auf den Grund zu gehen. Da die beschriebenen Konstellationen im Sog der Sonnenfinsternis vom Montag stehen, ist grosse Achtsamkeit angesagt. 

  

Die Woche vom 14. bis zum 20. Dezember 2020 - Endspurt

Die ganze Woche steht im Sog der Jupiter/Saturn-Konjunktion, die am Sonntag, einige Stunden nach dem Eintritt der Sonne in den Steinbock, exakt ist. In dieser Woche befinden wir uns im Endspurt, werden doch am 21. Dezember 2020, am Tag der Wintersonnenwende, zugleich die Tore in eine neue Ära geöffnet. Dies kann sich so manifestieren, dass sich sowohl Zusammenbrüche alter Systeme als auch Aufbruchstendenzen in eine neue Ära gleichzeitig zeigen.   

Beim Neumond im Schützen am Montag handelt es sich um eine totale Sonnenfinsternis, die bei uns nicht sichtbar ist. Da sich gleichzeitig Merkur am absteigenden Mondknoten befindet, rücken in den Tagen vor und nach diesem Neumond Fragen um Ethik, Recht und Moral, aber auch kulturelle und religiöse Themenkreise in den Vordergrund. Es kann sein, dass man sich an Wahrheiten und Weisheiten erinnert, die ihren Wert und ihren Sinn nie verloren haben. Möglich ist aber auch, dass versucht wird, das Rad der Zeit zurückzudrehen, indem überspitzt gesagt mittelalterliche Sitten wieder eingeführt werden sollen. Wenn es nichts Wichtiges ist, ist es weise, stillschweigend zu akzeptieren, dass es eben Menschen gibt, die nicht bereit sind, ihre Sichtweise zu verändern. - Erleichternd wirkt, dass die Venus im Skorpion gleichzeitig ein Sextil zu Jupiter und Saturn im Steinbock bildet, das bis Mittwoch für eine grosszügige und zugleich realistische Stimmung in Beziehungen sowie im Umgang mit Finanzen sorgt. Ein harmonisches Trigon zwischen Merkur im Schützen und Mars im Widder trägt zusätzlich dazu bei, Denken und Kommunizieren harmonisch mit unserem Willen und unserer Durchsetzungskraft zu verbinden. Voraussetzung ist allerdings, dass wir nicht in die Falle tappen und überholte Ansichten verkünden.

Am Sonntag gibt sich Merkur ein Stelldichein mit der Schütze-Sonne. Die Tage von Samstag bis Montag der kommenden Woche laden nun dazu ein, in Bezug auf Glaubensgrundsätze, Weisheiten sowie Wachstums- und Expansionsfragen die Spreu vom Weizen zu trennen. Auf der äusseren Ebene ist es möglich, dass darüber entschieden wird, wie und in welcher Form Vorhaben und Angelegenheiten weiter verfolgt werden und von was es sich zu verabschieden gilt. So simpel es tönen mag, es kann auch darum gehen, uns neu zu «programmieren», damit Herz und Kopf im Einklang miteinander funktionieren. Im persönlichen Erleben kann es sein, dass wir überlegen, welche Ideale wir verfolgen möchten und welche nicht. Im schwierigeren Erleben ist die Tendenz erhöht, Standpunkte stur, subjektiv und zwanghaft zu vertreten. 

 

 

Montag, 21. Dezember 2020 – Wendezeit

Die Sonne wechselt am Montag um 11.03 Uhr in den Steinbock, und um 19.20 Uhr ist das Stelldichein zwischen Jupiter und Saturn auf 0° Wassermann exakt. Was für eine Wintersonnenwende! Stellen Sie sich auch im persönlichen Erleben auf eine Wende und den Aufbruch in eine neue Zeit ein. 

 

© Ruth Siegenthaler

17. November 2021 

Lektorat: Helga Eichner, München D