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Zeitqualität in der Jungfrau-Periode 2021

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von Ruth Siegenthaler.

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© alle Rechte bei Ruth Siegenthaler. 

 

 

Dem Leben dienen

 

Die Sonne wechselt am 22. August 2021 um 23.36 Uhr in die Jungfrau. Die Jungfrau ist kein spektakuläres Zeichen, geht es doch um Arbeit, Existenzbewältigung und den Dienst am Mitmenschen und unserer Umwelt, alles Dinge, die oftmals zu Unrecht nur als lästige Pflichterfüllung abgetan werden. Doch dem ist nicht so, wenn wir dem Leben mit dem, was wir sind, mit unserem ganzen kreativen Potenzial dienen. Dann leben wir ein erfülltes und friedvolles Leben, das einem Gottesdienst ähnelt, wohlwissend, dass nicht alles machbar ist. Natürlich rückt mit dieser Aussage gleichzeitig die Frage in den Vordergrund, welchen Göttern wir dienen wollen. Die Antwort ist einfach, indem wir nur das tun, was einem gesunden Leben und der Schöpfung dient. 

In den letzten hundert Jahren haben uns die grandiosen wissenschaftlichen Errungenschaften viele Erleichterungen gebracht, sie wurden aber auch missbraucht. Das Resultat ist, dass viele Menschen dem Machbaren mehr vertrauen als der Natur und den heilenden Regenerations- und Anpassungskräften ihres Körpers. Dabei wäre eigentlich ein «Sowohl, als auch» das einzig Vernünftige. All die dunklen Facetten und Machenschaften kommen in diesen Jahren ans Licht. Leider wollen viele Menschen von dem, was sich wirklich abspielt, nichts wissen. Doch wer seine Talente und Gaben nicht nutzt, dazu gehört auch die Holschuld von Informationen, schadet seiner Gesundheit. Da Merkur über die Jungfrau und die Zwillinge regiert, sind die betroffenen Organe vor allem der Darm und die Lungen, aber auch das Immunsystem. Erinnern wir uns deshalb an die Worte von Galileo Galilei, der sagte: «Ich fühle mich nicht zu dem Glauben verpflichtet, dass derselbe Gott, der uns mit Sinnen, Vernunft und Verstand ausgestattet hat, von uns verlangt, dieselben nicht zu benutzen.»

Jupiter und Saturn sind im Wassermann, Uranus im Stier, Neptun in den Fischen, Pluto im Steinbock und Chiron im Widder rückläufig. Das Zusammenspiel aller Einflüsse beschert uns grosse und einschneidende Veränderungen, die gleichzeitig eine Aufarbeitung und Bewusstwerdung der Vergangenheit mit sich bringen, was uns dazu befähigt, Korrekturen einzuleiten. 

Mars, der Planet der Durchsetzungs- und Handlungsweise, ist wegen seiner Nähe zur Sonne mit dem Beginn der Berichtsperiode bis zum 13. November 2021 nicht sichtbar. Im Potenzial können in dieser Zeitspanne Handlungsweisen und Aktionspläne überarbeitet werden. Im schwierigeren Erleben ist jedoch die Tendenz zu Gewalt erhöht. Am 8. Oktober 2021 wird er sich in Konjunktion mit der Sonne befinden. In den Tagen vor und nach diesem Datum muss mit einschneidenden Ereignissen gerechnet werden. Mehr darüber in der Zeitqualität über die Waage-Periode 2021.

In der Jungfrau-Periode eines Jahres geht es auch um die Ernte. Das bedeutet, dass wir das ernten dürfen oder müssen, was Generationen vor uns gesät haben. Dies betrifft die Gesundheit der Menschen, Nahrung und Lebensmittelknappheit, Existenzgrundlagen und die zunehmende Digitalisierung, die auch die Währungen umschliesst. Auch auf der individuellen Ebene dürfen wir ernten. Es ist nicht überheblich, wenn wir uns selbst für all die Leistungen danken, die wir bis anhin erbracht haben, denn Dankbarkeit ebnet gerade in unseren Zeiten den Boden für ein gesundes und erfülltes Leben. 

 

Die Einflüsse in den einzelnen Wochen

Diese Einflüsse tangieren Sie nur, wenn Konstellationen in Ihrem persönlichen Horoskop aktiviert werden. Sonst sind Sie lediglich in der einen oder anderen Form Zuschauer. 

 

Sonntag, 22. August 2021 – Veränderungen stehen vor der Tür

Die Sonne wechselt an diesem Sonntag um 23.36 Uhr in die Jungfrau. Aus diesem Grunde dürfte in den ersten 24 Minuten der Jungfrau-Phase der Taktwechsel vom Löwen kaum spürbar sein, der dazu beiträgt, erhitzte Gemüter oder wogende Emotionen auf den Boden der ganz gewöhnlichen Realität zu bringen. Zu Beginn der Jungfrau-Periode wird die bescheidene Jungfrau-Sonne mit der Stärke, Souveränität und Kraft von Regulus, dem Königsstern im Sternbild Löwe, aufgeladen, was nur dann zu einem guten Gelingen führt, wenn wir fähig sind, Macht auch mit den Grundsätzen des Rechts und der Gerechtigkeit zu verbinden. Wichtig ist, sich vor Rache zu hüten sowie zugleich bereit zu sein, Dinge zu verändern oder sie loszulassen, wenn sie keinen Bestand mehr haben.

Das ist deshalb von Bedeutung, weil an diesem Übergangssonntag Mars in der Jungfrau ein Trigon zum rückläufigen Uranus im Stier bildet und ein paar Stunden später der Mond in den Fischen voll ist. Diese Konstellationen laden grundsätzlich dazu ein, auszukundschaften, welche Zukunftsstrategien sinnvoll sind und welche nicht. Wie auch immer, dank Mars und Uranus stehen bis Dienstag genügend Kräfte zur Verfügung, Veränderungen kraftvoll und realistisch zugleich anzustossen. Es muss sich dabei nicht nur um zukunftsorientierte Projekte handeln – im Gegenteil: Im Zusammenspiel mit den oben skizzierten Einflüssen kann es auch darum gehen, Systeme umzustrukturieren, damit beispielsweise die Bilanz wieder ins Lot kommt. Es empfiehlt sich, nicht im alten Trott zu verharren, sondern neue Wege einzuschlagen, insbesondere was Beziehungs- und Finanzangelegenheiten anbelangt. In diesem Prozedere hilft die Waage-Venus im Trigon zum rückläufigen Saturn im Wassermann, welches am Montag exakt ist. 

 

Die Woche vom 23. bis zum 29. August 2021 – einen Eiertanz aufführen

Am Montag bildet Venus in der Waage ein Trigon zum rückläufigen Saturn im Wassermann. Dieser Einfluss beschert bis Mittwoch einen nüchternen Umgang mit Emotionen, Finanzen und Ressourcen. Dies bedeutet nicht, dass es zu keinen Streitigkeiten kommen kann, neigt doch die Waage-Venus dazu, für Harmonie und Liebe zu kämpfen, und Saturn im Wassermann ist nicht eben berühmt für ein flexibles Verhalten. Im Zusammenspiel mit Jungfrau-Mars und dem rückläufigen Uranus im Stier können im Potenzial dennoch in diesen Tagen sorgfältige, realistische und zugleich zukunftsorientierte Entscheidungen getroffen werden. Da sich die Waage-Venus jedoch schwer tut mit Entscheidungen und Saturn rückläufig ist, kann es auch sein, dass in diesen Tagen nur Evaluierungen gemacht werden. Da uns die Zeit davon läuft, gilt es achtsam zu sein und nicht zuzuwarten, bis andere über unseren Kopf hinweg entscheiden. 

Merkur, der noch bis zum 30. August 2021 in der Jungfrau weilt, begünstigt in diesem Zeitraum analytisches und realitätsbezogenes Denken. Wenn sich jedoch Merkur mit dem rückläufigen Neptun in den Fischen duelliert, so wie dies von Dienstag bis Donnerstag der Fall ist, dann erhält im Guten die Phantasie Flügel. Im schwierigeren Erleben ist die Gefahr erhöht, sich in Illusionen zu verstricken. Es kann auch sein, dass religiöse, kulturelle und spirituelle Standpunkte im Kontrast zum ganz gewöhnlichen Alltag oder zum Beweisbaren stehen, was zu chaotischen Meinungsverschiedenheiten führen kann. Wer sich jedoch die Zeit nimmt, unterschiedliche Standpunkte zu analysieren und die Punkte zu verbinden, der wird erleben, dass gerade diese Arbeit zu einem tieferen Verständnis führen wird. Es ist weise, sich für das Lichtvolle, für das, was dem Wohle Aller dient, zu entscheiden, denn alles andere ist keine Alternative. Dies kann aber auch bedeuten, dass man für sich selbst entscheiden muss, weil ansonsten die Gefahr besteht, dass man seine Aufgabe nicht erfüllen kann. Im Alltag empfiehlt es sich, keine wichtigen Verpflichtungen einzugehen oder auch nicht alles zu glauben, weil eine klare Sicht der Dinge getrübt sein kann. 

 

Am Donnerstag steht die Venus in der Waage in Opposition zum rückläufigen Chiron im Widder. Dadurch weht von Mittwoch bis Freitag iBeziehungen und finanziellen Angelegenheiten ein sensibler Wind. Da gleichzeitig Merkur in der Jungfrau ein Trigon zum rückläufigen Pluto im Steinbock bildet, ist es weiser, Worte auf die Goldwaage zu legen und das, was man denkt und fühlt, so auszusprechen, wie man es selbst von anderen hören möchte. Es ist möglich, dass uns durch kleinere oder grössere Zwischenfälle heilende Lektionen erteilt werden Der eigenen psychischen Gesundheit zuliebe sollten wir an diesen jedoch nicht länger als nötig festhalten, gibt es doch Wichtigeres, als schmerzvolle Erinnerungen immer wieder aufzuwärmen. Denkbar ist ferner, dass Skandale in der Wirtschaft sowie das Leid vieler Menschen aufbrechen. Dies ist nicht negativ, denn dadurch eröffnen sich Chancen für eine Heilung durch Bewusstwerdung oder/und Veränderungen von Situationen. 

 

Da der Jungfrau-Merkur am Donnerstag einen Quinkunx zum rückläufigen Jupiter im Wassermann und die Waage Venus am Freitag einen Quinkunx zum rückläufigen Uranus im Stier bildet, ist man, ob man will oder nicht, gleichzeitig von Mittwoch bis Freitag gefordert, einen Eiertanz aufzuführen. Diese Redewendung verdanken wir dem deutschen Dichter Johann Wolfgang von Goethe, der eines Tages ein Mädchen sah, welches Eier in einem bestimmten Muster auf einen Teppich legte und mit verbundenen Augen zwischen ihnen tanzte. Es berührte kein einziges Ei, was Goethe so sehr erstaunte, dass er das Gesehene aufschrieb. Da viele Menschen seine Geschichte lasen, verbreitete sich so die Redewendung “einen Eiertanz aufführen” und findet Anwendung, wenn jemand sehr vorsichtig sein muss.[1]

Am Sonntag bildet die Jungfrau-Sonne ein Quadrat zum aufsteigenden Mondknoten in den Zwillingen und zum absteigenden Mondknoten im Schützen. Diese Konstellation lädt von Freitag bis Montag der folgenden Woche dazu ein, den Blick in die Vergangenheit und die Zukunft zu richten, was dazu befähigt, sinnvolle Entscheidungen zu treffen. Wichtig ist es, Erfahrungen zu nutzen, ohne diesen verhaftet zu bleiben, denn vielerorts sind die glorreichen alten Zeiten vorbei. 

 

Die Woche vom 30. August bis zum 3. September 2021

Soziales Handeln stärkt die eigene Kraft

Am Dienstag bildet die Jungfrau-Sonne einen Quinkunx zum rückläufigen Saturn im Wassermann. Dies kann sich von Montag bis Mittwoch so auswirken, dass die Arbeit, die eigentlich Freude machen sollte, zum Stressfaktor werden kann. Vielleicht machen uns gesundheitliche Probleme darauf aufmerksam, dass wir damit aufhören sollten, immer alles schaffen zu wollen. Möglich ist auch, dass uns eine „göttliche Unzufriedenheit“ umfängt. Wenn dem so ist, kann ein Waldspaziergang Wunder wirken.

 

Der Jungfrau-Mars steht am Donnerstag in Opposition zum rückläufigen Neptun in den Fischen. Dadurch wird von Mittwoch bis Samstag die helfende, analytische Handlungs- und Durchsetzungsweise (Mars) zum einen vom Wunsch nach Wachstum und Expansion (Jupiter) und zum anderen von Mitgefühl und Sensibilität (Neptun) durchkreuzt. Dies sind Spannungen, die dort, wo ein klarer Geist wirkt, um unterschiedliche Ausgangslagen neutral zu betrachten, durchaus zu konstruktiven Resultaten führen können, und zwar, wenn die eine Partei die Vernunft oder die Sparsamkeit, die andere den Drang nach Expansion oder Masslosigkeit und die dritte das Mitgefühl oder die intrigante Seite verkörpert. Wichtig ist, sich vor Übertreibungen, überhöhten und unrealistischen Ansprüchen sowie auch vor zu materialistischen Handlungsweisen zu hüten. Wer zudem die eigene Motivationskraft auch in den Dienst überpersönlicher Ziele stellt, schwächt sich dadurch keineswegs – im Gegenteil: Sinnvolles, mitfühlendes und soziales Handeln stärkt die eigene Kraft und Kreativität. 

Am Samstag sind erneut zwei Quinkunx-Aspekte exakt, nämlich die Waage-Venus zum rückläufigen Neptun in den Fischen und die Jungfrau-Sonne zum rückläufigen Chiron im Widder. Diese heiklen Aspekte, die sich häufig nicht direkt manifestieren, sondern lediglich ein Gefühl der Hilflosigkeit auslösen, legen keine grossen Aktionen nahe. Vielmehr sollten wir die Dinge einfach auf sich beruhen lassen, bis sich spontan ein Ausweg zeigt. 

 

Sofern der Verstand zu keinen überhöhten Bewertungsmassstäben neigt, trägt über das Wochenende das Trigon zwischen Merkur in der Waage und dem rückläufigen Saturn dazu bei, Angelegenheiten gründlich zu durchdenken und diese in konstruktive Bahnen zu lenken. Möge dieser Einfluss auch dazu beitragen, den stürmischen Wind, den die Waage-Venus im Quadrat und der Jungfrau-Mars im Trigon zum rückläufigen Pluto im Steinbock bescheren, mit Vernunft zu begegnen, was Sie dazu befähigt, dementsprechend kraftvoll zu handeln. Stellen Sie sich die Frage: Welche Beziehungen und Werte fördern meine Entwicklung und welche halten mich in alten Mustern gefangen?

 

 

Die Woche vom 4. bis zum 12. September 2021 – Transformationsprozesse im Umgang mit Werten und Ressourcen

Am Samstag bildet der rückläufige Jupiter im Wassermann ein Halbsextil zu Pluto im Steinbock. Dieser sanfte und dennoch nicht zu unterschätzende Einfluss prägt in dieser und der nächsten Woche das Geschehen. Im Potenzial fallen in diesem Zeitraum viele Dinge von einem ab, von denen man gemeint hat, sie seien unentbehrlich. Im Zusammenspiel mit allen anderen Einflüssen kann es auch darum gehen, das loszulassen und zu verlernen, was uns daran hindert, zur eigenen Wahrheit zu finden und neue geistige Horizonte zu erobern. 

   

In der Jungfrau-Periode eines Jahres sind wir gefordert, Bilanz zu ziehen. Diese Herausforderung ist nicht ganz einfach zu meistern, da am Montag Venus in der Waage ein Quadrat und Mars in der Jungfrau ein Trigon zum rückläufigen Pluto im Steinbock bilden. Am Dienstag steht Mars in der Jungfrau zusätzlich im Quinkunx zum rückläufigen Jupiter im Wassermann. Im Potenzial begünstigen diese Konstellationen bis Mittwochtiefschürfende Transformationsprozesse im Umgang mit Werten und Ressourcen. Im Weltgeschehen können Skandale eskalieren, doch im persönlichen Erleben können wir die wirkenden Einflüsse auch dank der Astrologie leichter in konstruktive Bahnen lenken. Bewusste Menschen erkennen intuitiv, was verändert und losgelassen werden muss, um Raum für Neues zu schaffen. Mars und Pluto stärken zugleich den Willen und die Fähigkeit, Veränderungen kraftvoll und realistisch zugleich anzustossen. Ein wichtiger Faktor ist zudem, dass es auch darum geht, die grundsätzlich sorgfältige und realistische Handlungsweise mit zukünftigen Modellen zu vereinen. Wie dem auch sei, es braucht einerseits Mut und Vertrauen, Sicherheiten zugunsten der individuellen Entwicklung aufzugeben, andererseits zugleich Reife und Achtsamkeit, um nicht zuviel des Guten aufs Spiel zu setzen. In diesen Tagen führen ferner überhöhte materielle und emotionale Besitzansprüche, Gier und Kontrollmanöver vermehrt zu Eifersuchtsszenen und anderen schwierigen Ereignissen.

 

Der dazwischenliegende Neumond am Dienstag fördert alles Neue, aber auch Reformen und Revolten. Dort, wo Freiheiten beschnitten werden, sind Proteste vorprogrammiert. Unbewusste Menschen, denen die Fähigkeit oder das Vertrauen fehlt, sich «dem göttlichen Geist» zu öffnen, laufen leicht Gefahr, sich durch ihr Festhalten an überholten Denkgewohnheiten selbst in ihrer Freiheit zu beschneiden. Kritik sich selbst und anderen gegenüber darf sein, gleichzeitig gilt es aber auch, sich vor destruktiver, verletzender Kritik zu hüten. Dies ist deshalb so, weil Waage-Merkur am Mittwoch in Opposition zu Chiron im Widder steht. Um nicht ins Fettnäpfchen zu treten, ist es deshalb weiser, die eigenen Worte auf die Goldwaage zu legen und das, was man denkt und fühlt, so auszusprechen, wie man es selbst von anderen hören möchte. 

 

 

Die Woche vom 13. bis zum 19. September 2021 – Erkenntnisprozesse oder Frust? 

Vom 13. bis zum 17. September befindet sich die Sonne im Sog des Sterns Denebola im Schwanz des Löwen. Im Widerspruch zu den anpassungsfähigen Qualitäten des Tierkreiszeichens Jungfrau schürt der Stern Denebola das Bedürfnis nach einem alternativen Leben und verleiht auch die Kraft dazu. Es gibt denn auch viele Jungfrauen, die mit ihrer alternativen Lebensweise einen farbigen Kontrapunkt zu den gängigen Ansichten und dem Lebensstil der Masse setzen. 

In dieser Woche steht die Sonne in der Jungfrau im Zentrum des Geschehens, weil sie am Dienstag in Opposition zum rückläufigen Neptun in den Fischen, am Donnerstag im Quinkunx zum rückläufigen Jupiter und am Freitag im Trigon zum rückläufigen Pluto im Steinbock steht. Dadurch werden unser Zentrum, unser Herz und damit unsere Ziele durch unterschiedliche Einflüsse geprägt, die uns im konstruktiven Sinne Gelegenheit geben, uns zu öffnen. 

 

Die Tage von Montag bis Mittwoch laden zum Träumen ein, was im Kontrast zu den geschäftigen und pflichtbewussten Jungfrau-Energien steht. Doch beide Pole dürfen sein. Menschen, die die Welt nicht nur in Fakten sehen, gelingt es leichter, die subtilen, phantasievollen Einflüsse zu empfangen und in die Realität einfliessen zu lassen. Gleichzeitig muss man sich dennoch vor Fantasien und auch Illusionen hüten, die oftmals in einem lichtvollen und verführerischen Gewand daher kommen. 

 

Von Mittwoch bis Samstag kann uns in einer ersten Phase bewusst werden, dass nicht alle Konzepte wachstumsfördernd sind, was zu Enttäuschungen führt, wenn die Bereitschaft fehlt, den nüchternen Fakten ins Auge zu blicken. In einer zweiten Phase geht es dann darum, all das neu zu gestalten, was den aktuellen Erfordernissen nicht mehr genügt oder nicht mehr Gültiges ganz zurückzulassen. 

 

Verlaufen diese Prozesse konstruktiv, die wir auf der individuellen Ebene durchaus als Erkenntnisprozesse bezeichnen können, dann wird uns das Quadrat zwischen Venus im Skorpion und rückläufigem Saturn in Wassermann von Donnerstag bis Samstag dazu befähigen, Wertvorstellungen in Beziehungen und demzufolge auch im Umgang mit den Finanzen umzustrukturieren. Eine andere Facette dieser Konstellation sind eine kühle Atmosphäre und finanzielle Engpässe. Deshalb empfiehlt es sich, Ansprüche auf das Wesentliche, was im Leben zählt, zu reduzieren. Ernüchterung stellt sich dort ein, wo über die Verhältnisse gelebt worden ist oder wo die Finanzen aus irgendwelchen Gründen knapp sind. 

Am Samstag bildet der diplomatische Merkur in der Waage ein Quinkunx zum rückläufigen Neptun in den Fischen. Dieser nicht so leicht fassbare Einfluss erleichtert über das Wochenende Kompromisse, sofern man nicht auf faule Kompromisse hereinfällt, die der einen oder anderen Seite das Gefühl geben, zu kurz kommen. 

 

 

Die Tage vom 20. bis zum 22. September 2021 – Beweisbares und Unbeweisbares

Die letzten zwei Tage der Berichtsperiode werden geprägt durch den Vollmond, der am Dienstag nach Mitternacht exakt ist. Zusammen mit dem Waage-Merkur, der im Trigon zum rückläufigen Jupiter im Wassermann steht, drehen sich Denken und Kommunizieren um kulturelle Unterschiede sowie auch um das Beweisbare und Unbeweisbare. Es braucht beides, das Vertrauen in das, was man nicht beweisen kann, und die Analyse. Wer die Brücke zwischen diesen Gegensätzen schlagen will muss Informationen einholen und zugleich auf sein Bauchgehirn hören. Der Punkt ist, dass, wer sich blindlings darauf stützt, was schon immer gepredigt worden ist, Gefahr läuft, unliebsame Dinge zu wiederholen. 

Auf der individuellen Ebene können das Tage sein, in denen man sich nach den Ereignissen in den vorangegangenen Wochen dazu entschliesst, neue Horizonte zu erobern. Im Weltgeschehen muss damit gerechnet werden, dass es dort zu schwierigen Ereignissen kommt, wo Wahrheiten unterschlagen wurden.

Die Sonne wechselt am Dienstag um 21.22 Uhr in die Waage, dem Zeichen der Diplomaten und der Feldherren. Mehr darüber in der nächsten Zeitqualität.

 

© Ruth Siegenthaler

18. August 2021

 

Lektorat: Helga Eichner, München D



[1] https://www.sprichwoerter-redewendungen.de/redewendungen/einen-eiertanz-auffuhren/ - download 10.8.2021