· 

Zeitqualität in der Waage-Periode 2021

Die monatliche Kurzfassung der „Zeitqualität“ stelle ich unzähligen Leserinnen und Lesern seit Jahren kostenlos zur Verfügung. Wenn Sie meine Arbeit mit einem finanziellen Beitrag unterstützen möchten, wäre ich Ihnen sehr dankbar. Doch nicht nur: Ich würde eine solche Geste auch als Wertschätzung meiner Arbeit empfinden. Vielen Dank!

 

von Ruth Siegenthaler.

Die ausführliche Version können Sie hier bestellen.

 

© alle Rechte bei Ruth Siegenthaler. 

 

 

Der Wind dreht

 

Die Sonne wechselt am 22. September 2021 um 21.22 Uhr in die Waage. Dank ihres strategischen Geschicks ist die Waage das Zeichen der Diplomaten und der Feldherren. Das kosmische Waage-Prinzip ist immer in Bewegung, und in der bevorstehenden Berichtsperiode kommt in der Tat viel in Bewegung. Bewegung bedeutet Wachstum und Evolution, auch in unseren Beziehungen und unseren Bedürfnissen nach Harmonie, Liebe und Gerechtigkeit. Die Bewegungen oder die Veränderungen, die die lichten kosmischen Kräfte unterstützen, sind auf das Zusammenlegen von Kräften und Ideen gerichtet, was uns befähigt, Transformationsprozesse in den gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Strukturen und Systemen voranzutreiben. Die Kehrseite ist, dass gewisse Kreise alles daran setzen werden, Veränderungen zu verhindern oder diese manipulativ im eigenen Interesse zu beeinflussen. In Anbetracht der wirkenden Einflüsse muss deshalb in der Berichtsperiode mit Protesten, Streitigkeiten oder gar Krieg gerechnet werden. 

Dieser im Grundtenor seit langem wirkende Zeitgeist erfährt in der Waage-Periode eine gewaltige Verschärfung, weil Merkur vom 27. September bis 18. Oktober 2021 rückläufig und zusammen mit Mars praktisch in der ganzen Berichtsperiode nicht sichtbar ist. In den Tagen vom 7. bis zum 12. Oktober 2021 werden die beiden Planeten komplett vom Licht der Sonne verschluckt. Da die Sonne ihre Entsprechung in unserem Herzen findet, gibt uns dies Gelegenheit, unser Denken, Kommunizieren und Handeln dergestalt zu läutern, was uns dazu befähigt, überholte Verhaltensmuster zu erkennen und abzulegen. Die Handlungs- und Durchsetzungsweise gestaltet sich extrem fokussiert, sei dies nun im Guten wie im Schlechten. Der rückläufige Merkur fordert auch dazu auf, Angelegenheiten zu überarbeiten. Da jedoch gleichzeitig die Tendenz zu Lug, Betrug und Skandalen erhöht ist, ist es wichtig, hinter die Worte zu blicken sowie Wortinhalte und Handlungsresultate genau zu durchleuchten, um die Wahrheit von der Lüge zu trennen.  

 

Pluto im Steinbock wird am 6. Oktober, Saturn am 11. Oktober und Jupiter am 18. Oktober 2021 direktläufig. Durch den Richtungswechsel dieser Planeten findet gleichzeitig in uns und in der Welt eine extrem lange Drehbewegung statt, die bewusst vollzogen werden will. Wir werden im Kleinen wie im Grossen nicht darum herumkommen, in dieser Zeitspanne Entscheidungen zu treffen. Die Waage ist ein Luftzeichen, und deshalb geht es auch um den Geist, mit dem wir unser Leben betrachten und gestalten. In einem friedvollen Geist vereinen sich weltliche und himmlische Gerechtigkeit, was in einem streitbaren, unglücklichen und egoistischen Geist kaum der Fall sein kann, weil dieser meist auf die materiellen und machbaren Aspekte des Lebens fokussiert ist. 

Zum Waage-Prinzip gehören auch Vereinbarungen und Verträge, die das gegenseitige Geben und Nehmen im Zusammenleben und -arbeiten regeln. Der Wind wird drehen, und es wird vermutlich einmal mehr Geschichte geschrieben. Das Wissen um die wirkenden Kräfte befähigt uns zumindest im individuellen Erleben dazu, die Segel neu zu hissen und einen neuen Kurs einzuschlagen. Seien wir uns bewusst, unsere Freiheit, unser Glück, unsere Gesundheit und unser „Erfolg“ gründen auf einem authentischen Verhalten sowie auf Eigenverantwortung. Hüten wir uns davor, auf kurzfristige, faule Versprechungen von Regierungen, Lobbyisten, Arbeitgebern, Mitmenschen usw. hereinzufallen, die uns zu Sklaven machen. Es braucht Mut, zu sich selbst zu stehen und durch ein klares Verhalten anderen Menschen ein Leuchtturm in diesen Zeiten zu sein.

 

 

Die Einflüsse in den einzelnen Wochen

 

Diese Einflüsse tangieren Sie nur, wenn Konstellationen in Ihrem persönlichen Horoskop aktiviert werden. Sonst sind Sie lediglich in der einen oder anderen Form Zuschauer. 

 

 

Die Tage vom 22. bis zum 26. September 2021 – Achtsam Denken und Kommunizieren

Die Sonne wechselt am Mittwoch um 21.22 Uhr in die Waage. Schon am ersten Tag der Waage-Periode werden die diplomatischen Künste der Waage auf die Probe gestellt, bildet doch Merkur ein Quadrat zum rückläufigen Pluto im Steinbock. Durch diesen Einfluss gestaltet sich von Dienstag bis Donnerstag Denken und Kommunizieren sehr anspruchsvoll. Werden einander Verständnis und Mitgefühl entgegengebracht, so sind dies Tage, in denen das Pro und Contra von Angelegenheiten analysiert, korrigiert und neu gestaltet werden können. Problematisch wird es dann, wenn Meinungen zwanghaft vertreten werden und Worte fallen, die tiefe Wunden reissen. Es ist also weiser, überall dort, wo Diskussionen nichts fruchten und auszuufern drohen, diese durch eine klare Stellungnahme zu beenden, und zwar ohne andere zu beschuldigen. Letzteres ist nicht so einfach, weil die Waage-Energie dazu neigt, dem Frieden zuliebe faule Kompromisse einzugehen, etwas, was sich später rächen wird, zumal der rückläufige Merkur vom 27. September bis zum 18. Oktober 2021 alles Unausgesprochene und Unerledigte noch einmal thematisieren wird.

Am Donnerstag steht die Venus im Skorpion in Opposition zum rückläufigen Uranus im Stier. Dadurch ist von Mittwoch bis Freitag zum einen das Bedürfnis nach Unabhängigkeit und Freiheit erhöht. Zum anderen fällt es gleichzeitig schwer, loszulassen oder die Kontrolle über eine Situation aufzugeben. Doch seelischer Tiefgang und Freiheit müssen keine Widersprüche sein. In Anbetracht der herrschenden Verhältnisse ist es beispielsweise möglich, dass auf der einen Seite der Staat nicht bereit ist, die Kontrolle über seine Untertanen zu lockern und umgekehrt, das Volk sich gegen Freiheitsbeschneidungen wehrt. Sei dies nun privat oder beruflich: Traditionell gedeutet sind dies Tage, in denen man fühlt, welche Beziehungen und Wertvorstellungen das Potenzial zu einem zufriedenen Leben in sich tragen. Es kann auch darum gehen, ob finanzielle Mittel und Ressourcen nach bekannten oder nach neuen Wertmassstäben verwendet werden sollen.

Merkur wird am kommenden Montag rückläufig. Durch seinen Richtungswechsel steht er von Donnerstag bis Dienstag der folgenden Woche praktisch still. Auch in uns kann eine «Drehbewegung» stattfinden, die langsam vollzogen werden will. Deshalb ist es ratsam, nichts zu erzwingen, sondern besser Zeitreserven einzuplanen, da es zu Stockungen im Bereich der Kommunikation (dazu gehört auch das Internet) oder Pannen im individuellen und öffentlichen Verkehr kommen kann. Gleichzeitig tun wir gut daran, uns darauf einzustellen, dass die anschliessende dreiwöchige Rückläufigkeitsphase von Merkur vom 27. September bis zum 18. Oktober 2021 dazu dient, Angelegenheiten zu überarbeiten. 

Am Samstag bildet Mars in der Waage ein Trigon zum rückläufigen Saturn im Wassermann. Im Positiven gestaltet sich durch diesen Einfluss von Freitag bis Montag der folgenden Woche die Handlungs- und Durchsetzungsweise diszipliniert und strategisch geschickt. Weise ist, wer diese Tage nutzt, um auch darüber zu reflektieren, ob das eigene Handeln im Einklang mit den eigenen Bedürfnissen und denjenigen anderer steht, womit beileibe nicht gemeint ist, dass man sich der Mehrheit anzupassen hat. Man sei sich einfach bewusst, dass jegliches Verbiegen oder unehrliches Zurechtbiegen keinen Segen bringt. 

 

 

Die Woche vom 27. September bis zum 3. Oktober 2021 – einfühlsame Beziehungen und die Tendenz zu Übertreibungen

Am Montag wird Merkur rückläufig. Weil Merkur wegen seines Richtungswechsels praktisch still steht, ist es ratsam, nichts erzwingen zu wollen und sich darauf einzustellen, dass seine dreiwöchige Rückläufigkeitsphase dazu dient, Angelegenheiten zu überarbeiten und vielleicht auch über das eigene Leben zu reflektieren. Planen Sie Zeitreserven ein, denn es kann vermehrt zu Stockungen und Pannen kommen, beispielsweise im Bereich der Kommunikation und des öffentlichen Verkehrs.   

Unterstützend wirkt, dass vom Mittwoch bis Sonntag die Sonne im Sog des Sterns Vindemiatrix im Sternbild Jungfrau steht. Dieser Einfluss trägt dazu bei, Wissen, Fakten und Informationen zu sammeln, um beispielsweise Entscheidungshilfen vorzubereiten. Denkbar ist auch, dass geerntet werden kann, was man gesät hat. 

Am Mittwoch bildet die Venus im Skorpion ein Trigon zum rückläufigen Neptun in den Fischen und am Donnerstag ein Quadrat zum rückläufigen Jupiter im Wassermann. Dadurch weht in einer ersten Phase ein tiefgründiger und zugleich einfühlsamer Wind in Beziehungen sowie im Umgang mit Werten. In einer zweiten Phase kommt ein abenteuerlicher Aspekt hinzu, der leicht zu Übertreibungen führen kann. Auch wenn die Ansichten über das, was man liebt und schätzt oder was der Gesundheit förderlich ist und was nicht, auseinanderklaffen werden, ist es weiser, unnötige Diskussionen zu vermeiden. Da zudem die Tendenz zu Fehleinschätzungen gegeben ist, empfiehlt es sich, finanzielle Risiken zu meiden und keine wichtigen Verpflichtungen einzugehen.

Am Freitag sind zwei markante Einflüsse exakt, nämlich Mars in der Waage in Opposition zum rückläufigen Chiron im Widder und der rückläufige Merkur im Quadrat zum rückläufigen Pluto im Steinbock. Durch diesen Einfluss können sich von Donnerstag bis Samstag intensive Diskussionen über die verschiedensten Themen entfachen, beispielsweise wie und in welcher Form man Menschen in Not helfen und wie man Situationen verändern könnte. Im persönlichen Erleben empfiehlt es sich, im Vorhinein zu überlegen, wieviel man geben will oder kann, auch physisch, denn es stehen nicht die gleichen Körperkräfte zur Verfügung wie zu anderen Zeiten. Wer aus einem schlechten Gewissen heraus nicht Nein sagen kann oder umgekehrt, wer sich scheut, Rückgrat zu zeigen, läuft Gefahr, dass sich Probleme zum eigenen Nachteil verschärfen. 

Diese Tendenz zieht sich weiter, bildet doch am Samstag die Venus im Skorpion ein Sextil zum rückläufigen Pluto im Steinbock und am Sonntag die Waage-Sonne eine Opposition zu Chiron im Widder. Man sagt, dass Leiden zum Leben gehört, was nur teils richtig ist, denn es eröffnen sich immer wieder Zeitfenster, um Lebenslagen zu verbessern. Dies bedingt jedoch, dass Entscheidungen getroffen werden.    

Am Montag der kommenden Woche ist ein Trigon zwischen dem rückläufigen Waage-Merkur und dem rückläufigen Jupiter im Wassermann exakt. Dieser Einfluss begünstigt im Positiven philosophische Gespräche und im eher schwierigeren Erleben den Bau von Luftschlössern.  

 

 

Die Woche vom 4. bis zum 10. Oktober 2021 – Geballte Kräfte, die grosse Achtsamkeit erfordern 

Merkur ist rückläufig, deshalb kommunizieren und handeln sie achtsam, um unangenehmen Ereignissen vorzubeugen. Da im Weiteren Pluto beim Neumond am Mittwoch und Saturn am Sonntag direktläufig werden, findet in dieser Woche eine extrem langsame Drehbewegung statt, die grosse Achtsamkeit verlangt. Stationäre Planeten wie Saturn und Pluto verkörpern eine höchst konzentrierte, geballte Energie, die zu Stockungen führen kann. Im Zusammenspiel mit allen wirkenden Energien ist es wichtig, den Fokus auf Erstrebenswertes zu richten und Unwichtiges wegzulassen. Im individuellen Erleben hilft es, wenn uns bewusst ist, was Gedanken auslösen und unser Handeln bewirken kann. 

Am Montag bildet der rückläufige Merkur ein Trigon zum rückläufigen Jupiter im Wassermann und am Dienstag einen Quinkunx-Aspekt zum rückläufigen Neptun in den Fischen. Diese Konstellationen fordern bis Mittwoch dazu auf, Sinn und Moral des Wachstums, beispielsweise im IT-Bereich, bei wissenschaftlichen Forschungen usw. zu überdenken. Auf der individuellen Ebene geht es darum, sich einem Wachstum zu öffnen, das weit über das Bekannte hinausgeht. Auf der Entwicklungsebene kann es auch darum gehen, uns vom erlernten Wissen zu lösen und vermehrt der Sprache der Seele sowie unserer geistigen Führung zu vertrauen. Diese Konstellationen geben uns auch die Möglichkeit, böse Spiele zu durchschauen, beispielsweise die Bestrebungen von Eliten, Menschen mittels künstlicher Intelligenz zu programmieren.

Am Mittwoch bilden Mars und Sonne in der Waage einen Quinkunx-Aspekt zum rückläufigen Uranus im Stier, am Freitag gibt sich Mars und am Samstag der rückläufige Merkur ein Stelldichein mit der Sonne. Diese starken Einflüsse werden zusätzlich vom Neumond in der Waage am Mittwoch gebündelt. 

Das bedeutet, dass sich in den Tagen vor und nach dem Neumond am Mittwoch viele Angelegenheiten auf einem ersten fulminanten, kritischen und auch gefährlichen Höhepunkt befinden. Fragen der Gerechtigkeit werden in den Fokus rücken. Das Recht auf Freiheit, auch auf Freiheit unseres Körpers, soll uns nicht daran hindern, ein harmonisches Gleichgewicht mit unseren Mitmenschen anzustreben. Es ist gut denkbar, dass viele Menschen und auch die ganze Gesellschaft schlechthin, eine Ruhepause braucht, um Dinge sich setzen zu lassen. 

Der zweite Höhepunkt in dieser Woche ereignet sich, wie schon erwähnt, am Donnerstag und Freitag. An diesen Tagen treffen sich Mars und Merkur am Himmel mit der Sonne. Wie oben, so unten. Dadurch gestalten sich von Dienstag bis Sonntag Denken, Kommunizieren und Handeln fokussiert und messerscharf, was zu schwierigen Situationen führen kann. Wir tun gut daran, auf unser Herz zu hören und in uns hineinzufühlen, welche Handlungsweisen und Kommunikationsformen für uns noch stimmig sind und welche nicht.  Es kann auch sein, dass  Dinge geschehen, die uns dazu zwingen, Entscheidungen zu treffen. 

Da sich die Venus im Schützen am Montag am absteigenden Mondknoten befindet, können von Samstag bis Dienstag der folgenden Woche lange zurückliegende Angelegenheiten in den Fokus rücken. Denkbar ist beispielsweise, dass alte Bekannte auftauchen, Erinnerungen an Reisen in fremde Länder sowie Begegnungen mit Menschen aus anderen Kulturen aktuell werden. Wichtig ist, dass wir genau hinschauen, was für uns noch stimmig ist und was nicht, denn die Zeiten haben sich für alle verändert. 

 

 

Die Woche vom 11. bis zum 17. Oktober 2021 – Nichts ungeprüft übernehmen

Merkur ist rückläufig; Achtsames Denken, Kommunizieren und Handeln lohnt sich, da die Tendenz zu Missverständnissen und Fehlern erhöht ist. Am Montag wird Saturn im Wassermann direktläufig. Bis Freitagkann es dennoch zu Stockungen kommen, weil Saturn zuerst wieder an Fahrt gewinnen muss. 

Die Schütze-Venus befindet sich am Montag am absteigenden Mondknoten und bringt bis Mittwoch Vergangenes zur Sprache. Es ist beispielsweise möglich, dass lange zurückliegende finanzielle oder Beziehungsangelegenheiten erneut aktuell werden. Manche mögen diesen Einfluss auch in einer gesteigerten Kreativität wahrnehmen, was dazu befähigt, konstruktiv mit Vergangenem und Gegenwärtigem umzugehen. Im Zusammenspiel mit allen Einflüssen empfiehlt es sich, nichts ungeprüft zu übernehmen, weil Erfahrungen und Wissen oftmals den aktuellen Erfordernissen angepasst werden müssen. Es macht beispielsweise wenig Sinn, grosszügig zu sein, nur weil man es früher immer war. Im Weiteren lädt der aufsteigende Mondknoten in den Zwillingen dazu ein, auch offen für neue Optionen zu sein. 

Der rückläufige Merkur, der am Dienstag einen Quinkunx zum rückläufigen Uranus im Stier bildet,   empfiehlt von Montag bis Mittwoch ein abwartendes Verhalten und erst dann zu reagieren, wenn der richtige Moment gekommen ist. Unterstützung kommt von der Venus im Schützen, die am Mittwoch ein Sextil zu Saturn macht und bis Donnerstag dazu beiträgt, Angelegenheiten zu regeln.   

Von Mittwoch bis Sonntag steht die Sonne im Sog des Sterns Vindemiatrix im Sternbild Jungfrau. Dieser Einfluss trägt dazu bei, Wissen, Fakten und Informationen zu sammeln, um beispielsweise Entscheidungshilfen vorzubereiten. Denkbar ist auch, dass geerntet werden kann, was man gesät hat. 

Am Freitag befindet sich der rückläufige Jupiter im Wassermann im Trigon zur Sonne in der Waage und am Samstag die Schütze-Venus im Trigon zu Chiron im Widder. Dies kann von Donnerstag bis Samstag zur vielleicht schmerzhaften Einsicht führen, dass nicht alles erstrebenswert ist, was unerreichbar ist. Wir können auch sagen, dass uns der Kosmos dazu auffordert, Wachstumsansprüche auf das Sinnvolle zu reduzieren. Ernüchterung stellt sich dort ein, wo über die Verhältnisse gelebt worden ist oder die Finanzen aus irgendwelchen Gründen nicht mehr reichlich fliessen. Möglich ist auch, dass wir in diesen Tagen fühlen, was wahr ist und was nicht, und solche Erkenntnisse können auch wehtun.  

Das Trigon zwischen dem rückläufigen Jupiter und der Sonne kann überall dort, wo seit Juni 2021 Pläne und Arbeiten auf ihre Sinnhaftigkeit und Machbarkeit überprüft worden sind, die Vorfreude auf einen Durchbruch schüren. Da Jupiter zusammen mit Merkur am kommenden Montag direktläufig wird und beide Planeten wegen ihres Richtungswechsels einige Tage lang stillstehen, ist es weise, nichts zu erzwingen.   

Am Sonntag sind drei Aspekte exakt, nämlich ein Quadrat zwischen der Waage-Sonne und Pluto im Steinbock, ein Quinkunx zwischen Mars in der Waage und dem rückläufigen Neptun in den Fischen sowie ein Sextil zwischen dem rückläufigen Merkur in der Waage und der Venus im Schützen. Diese kraftvolle Strömung trägt von Freitag bis Sonntag dazu bei, Formen des Zusammenlebens und gesellschaftliche Strukturen aufeinander abzustimmen oder zu erkennen, was faul ist und woran gearbeitet werden muss. Man stelle sich darauf ein, dass eher Abklärungen getroffen werden und es zu keinen definitiven Ergebnissen kommt. Deshalb ist es weise, keine Kräfte für unnötige Aktionen zu verschwenden, zumal, wie schon erwähnt, sich Jupiter und Merkur in ihrer stationären Phase befinden.

 

 

Die Tage vom 18. bis zum 23. Oktober 2021 – Umkehr

Merkur und Jupiter werden am Montag direktläufig. Der Richtungswechsel dieser Planeten kann sich so auswirken, dass Angelegenheiten nicht so schnell erledigt werden können, wie man das vielleicht will. Es ist weiser, gelassen zu reagieren, wenn beispielsweise das Internet streikt, man im Stau stecken bleibt oder die Verkehrsmittel Verspätung haben. Die gute Nachricht ist, dass mit Merkur ab Mittwoch und mit Jupiter am Samstag eine Vorwärtsbewegung in all jenen Angelegenheiten eintritt, die während der rückläufigen Phasen bearbeitet worden sind.

Am Montag ist zudem die Opposition zwischen dem rückläufigen Merkur und dem rückläufigen Chiron im Widder exakt. Möglich ist, dass da und dort eine Umkehr eintritt und es gelingen mag, friedliebende und diplomatische Gedanken und Worte zu formulieren, was zur «Heilung» von verfahrenen Angelegenheiten beiträgt. Dennoch gilt es, sich vor machtvollen und verletzenden Worten zu hüten. Dabei mag einem das Bewusstsein helfen, dass jeder Angriff und jede Verurteilung stets auf beiden Seiten Schmerz auslöst.

Der Vollmond am Mittwoch ist eingebettet in das Quadrat zwischen Mars in der Waage und Pluto im Steinbock, welches am Samstag exakt ist.  Dieser starke Einfluss trägt von Dienstag bis Samstag im besten Fall dazu bei, überholte Systeme zu durchbrechen oder – umgekehrt – neuen Strukturen zum Durchbruch zu verhelfen. Im schwierigeren Erleben führen überbordende Aggressionen, Hass und Gewalt zu leidvollen Ereignissen. Auf der individuellen Ebene ist es weiser, «gefährliche» Situationen zu meiden, womit nicht gemeint ist, dass man nicht Stellung beziehen soll. Wie immer man sich auch entscheidet, es braucht Fingerspitzengefühl und Standhaftigkeit, sich selbst treu zu bleiben und sich von niemandem unter Druck setzen zu lassen. Der Punkt ist, dass man bessere Karten hat, wenn man nicht in den Kampf zieht, sondern schlicht und einfach authentisch und klar ist.

Die Sonne wechselt am Samstag um 6.52 in den Skorpion. Mehr darüber in der nächsten Zeitqualität. 

 

 

© Ruth Siegenthaler

20. September 2021

Lektorat: Helga Eichner, München D