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Zeitqualität in der Schütze-Periode 2021

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von Ruth Siegenthaler.

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© alle Rechte bei Ruth Siegenthaler. 

 

 

Der Mensch am Scheideweg

Die Sonne wechselt am 22. November 2021 um 3.35 Uhr in den Schützen. Der Schütze ist ein veränderliches, zukunftsorientiertes Feuerzeichen, das sich oft fröhlicher zeigt, als es ist. Der tiefere Grund ist, dass Veränderungen auch mit Trauer verbunden sein können, weil wir jeweils nach der Skorpion-Phase gefordert sind, vertraute Lebenskonzepte zurückzulassen. Im Zusammenspiel aller wirkenden Einflüsse ist dies in diesem Jahr verstärkt der Fall. Was der Kosmos jetzt von uns fordert, ist, unserer Wahrheit, d.h. unserem Herzen zu folgen. Das muss nicht im Widerspruch mit Vorbildern und bisherigen Glaubensgrundsätzen sein, kann es jedoch auch. 

In diesem Jahr sind es vor allem Pluto im Steinbock, Saturn im Wassermann und Uranus im Stier, die grosse Transformationsprozesse, beispielsweise im Bereich der Wissenschaften und der Demokratie, in Gang setzen. Im Weiteren steht die Berichtsperiode im Sog des dritten Quadrats zwischen Saturn und Jupiter, das ausgerechnet am 24. Dezember 2021 exakt ist. All diese Einflüsse äussern sich auch im Kampf zwischen den Kräften, die die alten Regeln und Strukturen beibehalten wollen, und dem erwachenden kooperativen Geist, der die individuelle Entwicklung des Menschen fördert und darauf abzielt, dass wir uns ebenbürtig begegnen und akkumuliertes Wissen miteinander vernetzen.  

In den kommenden Wochen und Monaten bewegen sich Mars, Merkur, Sonne und Venus durch die Tierkreiszeichen Skorpion, Schütze und Steinbock. Diese Tierkreiszeichen fallen am Himmel in die Sternbilder Waage, Skorpion und Schütze, die in den alten Traditionen als «Unterwelt» bezeichnet werden und auch heute noch erstaunlich gültig sind. Mars im Sternbild Waage fördert soziale Gerechtigkeit; im schwierigeren Erleben ist allerdings die Tendenz erhöht, in den Sog der einen oder anderen Partei zu geraten. Die Sonne im Sternbild Schütze stösst tiefschürfende Transformationsprozesse an, die sowohl zu Lösungen als auch zu einem verbissenen Festhalten am Bisherigen führen können. Die Venus befindet sich seit dem 5. November 2021 im Tierkreiszeichen Steinbock und bleibt dort bis zum 6. März 2022. Sie trifft sich in diesem Zeitraum drei Mal mit Pluto, weil sie vom 19. Dezember 2021 bis zum 29. Januar 2022 rückläufig ist. Der Steinbock wird aus der Tiefe des Himmels vom Sternbild Schütze genährt. Vor allem während der rückläufigen Phase der Venus unterliegen Beziehungen, Finanzen, Werte, Schulden sowie gemeinsame Ressourcen einer Zäsur.   

Stellen wir uns auf Veränderungen ein. Bleiben wir im Vertrauen, dass alles, was jetzt passiert, eines Tages Sinn machen wird und wir die grossen Zusammenhänge, die wir jetzt nur erahnen können, erkennen werden. Vermeiden wir die Opferrolle, denn sonst laufen wir Gefahr, dass über uns entschieden wird, was zwar ganz bequem sein kann, uns jedoch in Abhängigkeiten gefangenhält. Weiser ist, uns innerlich für unsere Freiheit und Eigenverantwortung zu entscheiden, denn dann werden nicht nur schöpferische Kräfte frei, sondern wir erleben auch, dass die Lösungen mit der Arbeit, die wir leisten, zu uns kommen. Allerdings müssen wir dennoch achtsam sein, denn, wer die Wahrheit sagt, braucht ein schnelles Pferd.   

 

 

Die Einflüsse in den einzelnen Wochen

 

Diese Einflüsse tangieren Sie nur, wenn Konstellationen in Ihrem persönlichen Horoskop aktiviert werden. Sonst sind Sie lediglich in der einen oder anderen Form Zuschauer. 

 

Die Woche vom 22. bis zum 28. November 2021 – akkumuliertes Wissen nutzen

Die Sonne wechselt am Montag um 3.35 Uhr in den Schützen. Am 27. November 2021 bildet Saturn im Wassermann das dritte Mal in diesem Jahr ein Sextil zum rückläufigen Chiron im Widder. Dieser Einfluss bewirkt vielerorts, dass in dieser und der nächsten Woche die Fundamente, auf denen wir unsere Zukunft aufbauen wollen, vielleicht als brüchig erlebt werden. Der „Spirit“ der Schütze-Sonne stärkt unser Vertrauen, zu neuen Horizonten aufzubrechen. Doch da jeder Aufbruch Veränderungen nach sich zieht, kann uns auch Trauer umfangen, weil wir oftmals nicht wissen, was uns in der Zukunft erwartet.  

Von Montag bis Freitag stehen Sonne und Merkur in Opposition zum aufsteigenden Mondknoten in den Zwillingen. In diesen Tagen rücken nicht primär neue, sondern vergangene Angelegenheiten oder auch Fragen um Ethik, Recht und Moral in den Fokus. Dies gibt uns Gelegenheit, akkumuliertes Wissen früherer Generationen zu nutzen und dieses zusammen mit anderen Menschen und ihren Informationsquellen neu zu vernetzen. Die problematische Facette dieses Einflusses ist, wenn ein einzelner Mensch, so gescheit er auch sein mag, oder Organisationen sich herausnehmen, mit vermeintlichem Wissen andere zu kontrollieren und zu manipulieren. Problematisch ist es auch, wenn stur an überholtem Wissen festgehalten wird, wodurch die Tendenz zu rechthaberischen Streitigkeiten erhöht ist. 

Am Donnerstag bildet die Steinbock-Venus ein Sextil zu Mars im Skorpion. Dieser grundsätzlich harmonische, doch zugleich auch ernsthafte und tiefgründige Einfluss trägt von Mittwoch bis Freitag dazu bei, in Beziehungen sowie im Umgang mit Finanzen Unstimmigkeiten zu erkennen und Veränderungen einzuleiten. Gutes Gelingen ist dann angezeigt, wenn Visionen und Ziele klar sind, was dazu befähigt, aus der Mitte heraus zu agieren. Natürlich ist es gut, nach links und rechts zu schauen, doch man hüte sich davor, in den Sog der einen oder anderen Partei zu geraten.    

 

Mars im Skorpion bildet am Montag ein Trigon zum rückläufigen Neptun in den Fischen. In dieses harmonische Trigon ist auch die Venus im Steinbock eingebunden. Diese sanften, doch auch starken Einflüsse fördern im Guten von Freitag bis Mittwoch der folgenden Woche tiefgründiges und zugleich hilfsbereites Handeln, das auf soliden Werten beruht. 

 

 

Die Woche vom 29. November bis zum 5. Dezember 2021 – sich auf seine Ziele konzentrieren

Die Sonne steht jedes Jahr vom 1. bis zum 5. Dezember im Sog von Antares. Antares ist ein

Königsstern im Sternbild Skorpion und führt zum Erfolg, indem immer wieder Stirb und Werde-Prozesse zu durchlaufen sind. Antares schenkt uns die Gabe, sich kraftvoll gegen Feinde zu behaupten und „Böses in Gutes“ zu verwandeln. Die Gefahr liegt darin, sich in Leidenschaften oder zwanghaften Verhaltensweisen zu verlieren. Wenn dies der Fall ist, besteht das Risiko, alles Gewonnene zu verlieren.

 

Da Neptun sein Tempo verlangsamt, weil er am Mittwoch direktläufig wird, können neptunische Angelegenheiten, das heisst soziale Projekte, künstlerische Arbeiten usw. bis Mitte der folgenden Woche ins Stocken geraten. Eine ganz andere Qualität kann Neptun entwickeln, wenn wir uns in dieser und der nächsten Woche Zeit nehmen, um unseren Visionen und Träumen nachzugehen, die oftmals eine ungeahnte schöpferische Quelle sind. 

Am Montag trifft sich Merkur zu einem Stelldichein mit der Sonne im Schützen. Ebenfalls am Montag ist das Trigon zwischen Mars im Skorpion und dem rückläufigen Neptun in den Fischen exakt. Die Tage bis Mittwochsind eigentlich bestens geeignet, im Einklang mit dem Herzen zu denken, kommunizieren und zu handeln, doch wenn uns dies gelingen soll, dann gilt es, sich vor Ablenkungen zu hüten und sich auf seine Ziele zu konzentrieren. Da im Weiteren Merkur fast bis zum Ende der Berichtsperiode wegen seiner Nähe zur Sonne nicht sichtbar ist, geht es zusätzlich darum, in irgendeiner Form die Spreu vom Weizen zu trennen oder darüber zu beraten, wie Anliegen weiterverfolgt werden sollen. Im schwierigeren Erleben werden in diesen Tagen Meinungen subjektiv, zwanghaft oder gar kämpferisch vertreten, wodurch leicht Wortgefechte entstehen, die einen aus der Balance werfen. Dieser Einfluss fällt in der Schweiz auf die Zeit nach dem Abstimmungswochenende über das umstrittene Covid-Gesetz. Die eine oder andere Partei wird gefordert sein, sich zumindest im Augenblick von Vorhaben zu verabschieden, die aktuell keine Zukunft haben. Weise ist, die eigenen Emotionen zu beobachten und sich gegen äussere Strömungen abzuschotten, die man nicht erträgt.  

Am Dienstag bilden Merkur und Sonne im Schützen ein Sextil zu Saturn im Wassermann und ein Trigon zu Chiron im Widder. Dadurch kommt bis Donnerstag zu den beschriebenen Einflüssen eine verletzliche und zugleich ernsthafte Komponente hinzu, die es erleichtert, verständnisvoll aufeinander einzugehen und vielleicht gar voneinander zu lernen. 

 

In den Tagen vor und nach dem Neumond am Freitag können im Positiven wie im Negativen Dinge publik werden, die uns dazu anspornen oder vielleicht auch zwingen, Ballast über Bord zu werden, damit wir leichter unsere Lebensreise fortsetzen können.  

 

 

Die Woche vom 6. bis zum 12. Dezember 2021 – Beziehungen, Finanzen und Werte stehen im Fokus

Dank der Venus im Steinbock gestaltet sich der Umgang mit den Finanzen sparsam oder vielleicht da und dort auch geizig. In Beziehungen, seien diese nun privat, geschäftlich oder bilateral, weht eine kühle Atmosphäre mit dem Vorteil, dass mehr Wert auf Verbindlichkeit und Treue gelegt wird. All diese Qualitäten geraten Ende der Woche, wenn sich die Venus ein Stelldichein mit Pluto gibt, in eine Katharsis, die von Mars vorbereitet wird. 

Am Montag bildet Mars im Skorpion ein Sextil zu Pluto im Steinbock und am Mittwoch ein Quadrat zu Jupiter im Wassermann. Diese Einflüsse befähigen uns in einer ersten Phase bis Mittwoch dazu, grosse Veränderungen einzuleiten oder umzusetzen. In einer zweiten Phase, die bis Freitag dauert, kommt noch mehr Schwung hinein, wird doch die tiefgründige und transformierende Handlungs- und Durchsetzungsweise (Mars) gleichzeitig vom Wunsch nach geistigem Wachstum und Expansion (Jupiter) durchkreuzt wird. Dies sind Spannungen, die dort, wo ein klarer Geist wirkt, durchaus zu positiven Resultaten führen können. Da sich die Venus in die Konjunktion zu Pluto im Steinbock bewegt, die am Sonntag exakt ist, hüte man sich vor Übertreibungen, unrealistischen Ansprüchen und falle auch auf keine Versprechen herein, die uns nur kurzfristig Vorteile bringen, denn die Machtkämpfe und Skandale werden nicht auf sich warten lassen.

Die Konjunktion zwischen Venus und Pluto schürt von Freitag bis Montag der folgenden Woche in Beziehungen, Finanzen, Werten sowie im Umgang mit den gemeinsamen Ressourcen tiefschürfende Transformations- und Erneuerungsprozesse. Es ist möglich, dass lange zurückliegende Angelegenheiten ins Bewusstsein rücken und aufgearbeitet werden müssen. Überall dort, wo stur am Alten oder an Privilegien festgehalten wird, muss mit leidvollen Macht- und Autoritätskonflikten gerechnet werden. Ferner können sich in diesen Tagen Beziehungsdramen häufen. Möglich ist auch, dass politische und wirtschaftliche Systeme wie Kartenhäuser in sich zusammenfallen. Da die Venus noch zwei weitere Male, nämlich am 25. Dezember 2021und am 3. März 2022 in Konjunktion mit Pluto sein wird, ist es wichtig, sorgfältig zu agieren und zu handeln, weil ähnliche Themen vor und nach diesen Daten noch einmal aktuell sein werden.   

Stimmig zur Adventszeit bildet am Sonntag die Schütze-Sonne ein Quadrat zu Neptun in den Fischen. Dadurch sind von Samstag bis Montag der kommenden Woche Einfühlungsvermögen, Hilfsbereitschaft und Phantasie erhöht, was dazu beiträgt, verhärtete Situationen aufzuweichen. Dennoch ist es ratsam, weder den Emotionen und Idealen, noch dem nüchternen Intellekt überstürzt zu folgen, sondern sorgfältig eines gegen das andere abzuwägen.

 

 

Die Woche vom 13.  bis zum 19. Dezember 2021 – Aufbruch, Erleichterung und Ernüchterung

Mars wechselt am 13. Dezember 2021 in den Schützen und bleibt in diesem Zeichen bis zum 24. Januar 2022. In diesem Zeitraum gestalten sich die Handlungs- und Durchsetzungsweise feurig und zukunftsorientiert. Da das Sternbild Skorpion aus der Tiefe des Himmels auf den Schützen einwirkt, kommt eine tiefgründige, kraftvolle und transformierende Komponente hinzu, die aber auch verbissen, zwanghaft und gefährlich zum Ausdruck kommen kann.  

 

Anfang der Woche klingt die Konjunktion zwischen Venus und Pluto im Steinbock sowie das Quadrat zwischen der Schütze-Sonne und Neptun in den Fischen aus. Die allgemeine Stimmungslage kann zwischen Erleichterung und Mitgefühl, aber auch zwischen Ernüchterung und Gefühlen der Ohnmacht hin und herpendeln. Wo auch immer wir im Leben stehen, die wirkende Zeitqualität verlangt auch in den kommenden Wochen unsere volle Achtsamkeit.  

Am Dienstag befindet sich Mars am absteigenden Mondknoten im Schützen und demzufolge in Opposition zum aufsteigenden Mondknoten in den Zwillingen. Dadurch liegt von Montag bis Mittwoch das Gewicht auf vergangenen Handlungsweisen, was uns Gelegenheit gibt, Erfahrungen zu nutzen und gleichzeitig auch Handlungsstrategien den aktuellen Realitäten anzupassen. Bedingung ist allerdings die Bereitschaft, sich auch neu zu informieren. Im Zusammenspiel mit allen anderen Einflüssen muss damit gerechnet werden, dass Skandale und Missbräuche publik werden.  

 

Ab Mittwoch kann in Beziehungen der emotionale Austausch und in Finanzen der Fluss der Mittel ins Stocken geraten, weil die Venus am Sonntag rückläufig wird und deshalb bis Mittwoch der folgenden Woche praktisch still steht. Während der rückläufigen Phase der Venus vom 19. Dezember bis zum 29. Januar 2022 gilt es, finanzielle Angelegenheiten sowie Wert- und Beziehungsvorstellungen zu hinterfragen und zu überarbeiten.   

 

Am Sonntag wird, wie schon erwähnt, die Venus rückläufig, es ist Vollmond und an diesem Tag bildet Merkur im Steinbock auch noch ein Quadrat zum rückläufigen Chiron im Widder. Dies ist ein wahrhaft kämpferischer Vollmond, der zu fruchtbaren, aber auch zu furchtbaren Resultaten führen kann. Überall dort, wo die Bereitschaft fehlt, einzelne Lebensbereiche, moralische und ethische Fragen sowie Finanzen und Werte zu hinterfragen, ist die Tendenz gegeben, dass Ereignisse dazu zwingen, sich damit auseinanderzusetzen. Gut beraten ist trotzdem, wer überflüssige Diskussionen meidet und sich auf das konzentriert, was in der aktuellen Situation wichtig ist.      

 

 

20. und 21.  Dezember 2021 – mit dem Strom der Zeit schwimmen

Die restlichen Tage der Berichtsperiode stehen im Sog des Vollmondes vom vergangenen Sonntag und im Sog des Quadrats zwischen Saturn im Wassermann und Uranus im Stier, welches am Freitag, also an Weihnachten, genau ist. 

Wer sich für die Geschichte der Menschheit, ihre Werte und ihre Glaubensvorstellungen interessiert, der darf sich auf erkenntnisreiche und ereignisreiche Tage freuen. Haben wir Vertrauen, schwimmen wir mit dem Strom der Zeit, aber nicht mit dem kollektiven Strom, der uns am Alten zurückhält. Vielerorts ist es notwendig, die Weichen neu zu stellen, und dies wird nicht eitel Freude herbeirufen.  

Die Sonne wechselt am Dienstag um 17 Uhr in den Steinbock. Mehr darüber in der nächsten „Zeitqualität“.

 

 

 

© Ruth Siegenthaler

18. November 2021

Lektorat: Helga Eichner, München D