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Gedanken zur Waage-Periode 2022

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von Ruth Siegenthaler.

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© alle Rechte bei Ruth Siegenthaler. 

 

Die Welt in zwei Lagern und dies ins Unendliche multipliziert 

Die Sonne wechselt am 23. September 2022 um 3.05 Uhr in die Waage. Die Waage gehört zum Element Luft. Durch Mars in den Zwillingen und Saturn im Wassermann nimmt dieses Element in der Berichtsperiode eine dominante Rolle ein. Dies äussert sich so, dass stürmische Winde aufkommen, die alles Verstaubte wegfegen und zugleich neue Ideen, Visionen und Konzepte ins Bewusstsein rücken. Im Zusammenspiel mit dem noch bis zum 2. Oktober 2022 rückläufigen Merkur werden auch Geschichten in den Vordergrund rücken, die man persönlich erlebt oder aus zweiter Hand erfahren hat. Nun, da die Wahrnehmungen der Menschen verschieden sind, erhält jede noch so neutrale Berichterstattung eine andere Färbung. Häufig wird nicht alles erzählt, sondern nur das, was die eine oder andere Partei im besten Licht erscheinen lässt und dazu beiträgt, die Menschen, die man beeinflussen möchte, auf die eigene Seite zu ziehen. Da die Waage auch das Zeichen der Diplomaten und Feldherren ist, hat dies Konsequenzen, die vom Frieden bis hin zum Krieg reichen.  

Durch den rückläufigen Merkur, den rückläufigen Pluto sowie vor allem den vierten Quadrat zwischen Saturn und Uranus, wird in der Berichtsperiode der äussere Schein Löcher bekommen wie ein Schweizer Emmentaler. Da sind die Reden und die Versprechen, mit denen Parteien und Machthaber ihre Anhänger an sich binden und kontrollieren wollen. Die positive Nachricht ist, dass das Zusammenspiel aller Konstellationen uns wirklich Gelegenheit gibt, uns wie noch nie zuvor in der Geschichte zu befreien. Doch das geschieht nicht von einem Tag auf den anderen. Wir brauchen Geduld, Ausdauer, Mut und Rückgrat. Wir dürfen vor allem nicht alles glauben, auch nicht denen, die es gut meinen, weil quer durch Familien, Organisationen und Parteien alles Faule an die Oberfläche geschwemmt wird. 

Die zwei wohl berühmtesten Lager in der Welt sind der Osten und der Westen, die ein sich ergänzendes Gegensatzpaar sein könnten. Bei den Griechen, die die Kultur des Westens geprägt haben, bestand die Realität aus einzelnen Stücken und Teilen, für die Chinesen jedoch war sie nach Konfuzius ein Feld miteinander verbundener Kräfte.[1] Natürlich können wir diese Lager endlos weiterunterteilen, beispielsweise im Westen zwischen den USA und Europa und im Osten zwischen Russland und China. Weder die kulturelle Philosophie des Westens noch diejenige des Ostens bringt uns Menschen in unserer Zeit nachhaltig weiter. Der dritte, ausgleichende und verbindende Pol sind weltumspannend die Lehren von Jesus Christus, der mit seinen Lehren die Geburt des individuellen Menschen förderte, der zu Mitgefühl und Nächstenliebe fähig ist.[2] Dies ist deshalb wichtig, weil aller Voraussicht nach in der Berichtsperiode so viel in sich zusammenfallen wird, dass alternative Wege, resp. eine Auferstehung des christlichen Gedankenguts gefragt sind, um eine neue Erde aufzubauen. 

Wenn wir diese zwei Pole weiterdenken, die im Symbol der zwei Waageschalen zu finden sind, dann dürfte es in der Berichtsperiode etwas vom Wichtigsten sein, sich auf das Leben im Hier und Jetzt zu konzentrieren. Dies ist der dritte Pol, der uns dazu befähigt, aus einer erweiterten Perspektive heraus die Schritte von der These zur Antithese bis hin zur Synthese zu machen.   

 

 

Die Einflüsse in den einzelnen Wochen

Diese Einflüsse tangieren Sie nur, wenn Konstellationen in Ihrem persönlichen Horoskop aktiviert werden. Sonst sind Sie lediglich in der einen oder anderen Form Zuschauer. 

 

Die Tage vom 23. bis zum 25. September 2022 – Die Wahrheit suchen, nicht die Gewohnheit

Die Sonne wechselt am Freitag um 3.05 Uhr in die Waage. Wenige Stunden später, nämlich um 6.49 Uhr, ist das Stelldichein zwischen dem rückläufigen Merkur und der Sonne exakt. Der Übergang von der Jungfrau in die Waage gestaltet sich also sehr markant.

Es ist anzunehmen, dass über das Wochenende Standpunkte prägnant, da und dort auch zwanghaft vertreten werden. Dies sind gute Tage, um sich eingefleischter Denk-, Kommunikations- und Handlungsmuster bewusst zu werden und zu korrigieren. Und, weil in der Waage Beziehungen im Fokus stehen, geschieht dies dadurch, dass unterschiedliche Ansichten in die Waagschale geworfen, Meinungen und Realitäten analysiert und im besten Fall Entscheidungen getroffen werden. Es kann aber auch sein, dass Streitigkeiten auf einen Höhepunkt zusteuern. 

Diese Tendenzen werden intensiviert durch die Opposition zwischen der hilfsbereiten Jungfrau-Venus und dem rückläufigen Neptun in den Fischen, die am Samstag genau ist. Dieser starke und zugleich sanfte Einfluss erhöht die Intuition und die Kreativität und kann sich durchaus positiv auf Beziehungen und den Umgang mit den Finanzen auswirken. Eine andere Manifestation ist, dass sowohl Spar- als auch idealistische Bestrebungen für Meinungsverschiedenheiten sorgen.   

Der Neumond in der Waage am Sonntag thematisiert die ganze Palette von Ansprüchen und Erwartungen, die um ein gerechtes Gleichgewicht in privaten, freundschaftlichen und geschäftlichen Beziehungen ringen. Es braucht in unserer unberechenbaren und hektischen Zeit Besonnenheit, um im Chaos der vielen kontroversen Einflüssen die Chancen zu erkennen, die sich uns durchaus auch bieten. Diese Tendenzen werden intensiviert durch die Opposition zwischen der Sonne und dem rückläufigen Jupiter im Widder, die am Montag genau ist. Es ist wichtig, sich nicht von Sympathien und Antipathien lenken zu lassen, sondern einzig und allein von dem, was zu unserer Lebensaufgabe gehört. Es braucht Mut und Rückgrat, zur eigenen Wahrheit und zum eigenen Weg zu stehen und nicht aus Bequemlichkeit in alte Muster zurückzufallen. Im Weltgeschehen kann in diesen Tag der Wind drehen. 

 

 

Die Woche vom 26. September bis zum 2. Oktober 2022 – Trau, schau wem 

Dass der rückläufige Merkur Achtsamkeit verlangt, um Fehler zu vermeiden, ist allgemein bekannt. Als zusätzliche Herausforderung kommt hinzu, dass im Positiven wie im Negativen die Spannungen zunehmen, weil am Dienstag der folgenden Woche das Quadrat zwischen Saturn im Wassermann und Uranus im Stier exakt ist. Um gut durch diese stürmischen kosmischen Wetterverhältnisse zu kommen, ist es weise, sich wie ein Kapitän auf hoher See zu verhalten, der Klippen nur dann heil umschiffen kann, wenn er konzentriert im Hier und Jetzt präsent ist. Das bedeutet auch, sich nicht ständig durch Vergangenes oder Zukünftiges ablenken zu lassen. 

Am Montag ist die Konjunktion zwischen dem rückläufigen Merkur und der Venus in der Jungfrau exakt, und am Dienstag bilden Merkur und Venus ein Trigon zum rückläufigen Pluto im Steinbock. Im Zusammenspiel mit der Opposition zwischen dem rückläufigen Jupiter im Widder und der Waage-Sonne stehen bis DonnerstagFragen um Wachstum, Expansion, Rechte und Gerechtigkeit im Fokus. Es sind wahrhaft zweischneidige Tage, weil möglicherweise auch unbequeme Wahrheiten sowie zweifelhafte Anwendungen des Rechts behandelt werden müssen. Im individuellen Erleben ist es weise, sich gründlich zu überlegen, was und wen wir mit unserem Verhalten und unseren Entscheidungen beeinflussen und wem wir unseren Glauben schenken. Es kann sein, dass Meinungsänderungen um 180 Grad stattfinden, was natürlich auch erschüttern kann.

Dank Mars in den Zwillingen gestaltet sich die Durchsetzungs- und Handlungsweise grundsätzlich flexibel, geistreich und zukunftsorientiert. Die Gefahr, seine Kräfte zu zersplittern, zügelt in der ganzen Woche Mars im Trigon zu Saturn, das am Mittwoch exakt ist. Dieser Einfluss begünstigt diszipliniertes, konzentriertes und flexibles Handeln. Dennoch ist Achtsamkeit geboten, denn all das, um was in dieser Woche gerungen wird, wird in der einen oder anderen Form während der rückläufigen Phase von Mars vom 30. Oktober 2022 bis zum 12. Januar 2023 noch einmal zur Sprache kommen.   

Merkur, der Planet des Denkens und Kommunizierens, wird am Sonntag direktläufig. Wegen seines Richtungswechsels verlangsamt er ab Mittwoch seine Geschwindigkeit. Dies wirkt sich so aus, dass sich im Bereich des Denkens, Kommunizierens und auch Handelns bis Mittwoch der folgenden Wochen Blockaden einstellen können. Wer nicht zur falschen Zeit am falschen Ort sein will, frage besser ein zweites Mal nach und plane auch Zeitreserven ein. Danach sollte es eigentlich in all den Angelegenheiten, die während der letzten drei Wochen bearbeitet worden sind, wieder flott vorwärtsgehen. Das Problem ist, dass andere Einflüsse trotzdem die volle Aufmerksamkeit erfordern. 

Am Samstag befindet sich die Venus in der Waage in Opposition zum rückläufigen Jupiter im Widder und am Sonntag der rückläufige Merkur in Opposition zum rückläufigen Neptun in den Fischen. Es ist möglich, dass einem von Freitag bis Montag der folgenden Woche durch innere Prozesse oder auch durch Ereignisse der tiefere Sinn von Geschehnissen und grosse Zusammenhänge bewusst werden, was nicht ohne Konsequenzen bleiben wird. Es ist auch denkbar, sich im Spiegel der Beziehungen zu erleben, was dazu führt, dass das gegenseitige Verständnis wächst oder umgekehrt, dass das, was man über sich selbst und seine Bezugspersonen erkennt, bittere Enttäuschungen auslöst. Wie auch immer, es empfiehlt sich, Erwartungen und blinde Flecken anzuschauen, auch was den Umgang mit Finanzen und Ressourcen anbelangt. Die grosszügige und trügerische Stimmung kann in diesen Tagen dazu verleiten, sich etwas vorzumachen und über die Verhältnisse zu leben. Die Tendenz ist gegeben, dass gelogen und betrogen wird. Deshalb ist es weiser, keine wichtigen Verpflichtungen einzugehen. Im Weltgeschehen können die Menschenrechte sowie Riesengewinne, die durch die Massnahmen der verantwortlichen Instanzen zur Verschuldung von Bürgern und Unternehmen führen, Wellen der Empörung schüren.    

 

In diesen Tagen hilft der Einfluss des Sterns Vindemiatrix im rechten Arm der Jungfrau auf die Sonne, Wissen, Fakten und Informationen zu sammeln, um beispielsweise auch Entscheidungshilfen vorzubereiten. Denkbar ist auch, dass im Guten wie im Schlechten geerntet wird, was gesät wurde. 

 

  

Die Woche vom 3. bis zum 9. Oktober 2022 – Widersprüche noch und noch

Zumindest aus astrologischer Sicht steht uns eine extrem intensive Woche bevor. Und da die Regel gilt „wie im Himmel, so auf Erden“, wird dies auch so sein. Ich glaube, das Beste, was wir tun können, ist, keine aussichtslosen Kämpfe gegen Systeme, Parteien oder Behörden zu führen, sondern uns auf Lösungen zu konzentrieren. Dabei kommt man nicht umhin, zu sagen, dass oftmals gerade die Lösungen das grösste Problem darstellen, weil kaum jemand den Mut dazu hat. 

Wegen seines Wechsels zur Direktläufigkeit steht Merkur bis Mittwoch fast still. Zusätzlich verlangsamt auch noch Pluto im Steinbock sein Tempo, weil er am Samstag direktläufig wird.  Stationäre, d.h. von der Erde aus gesehen fast stillstehende Planeten, verkörpern eine konzentrierte, geballte Energie, die zu Stockungen oder zu Situationen, in denen es auf Biegen und Brechen geht, führen können. 

Im Zentrum steht in dieser Woche jedoch das vierte und letzte Quadrat zwischen Saturn im Wassermann und Uranus im Stier, das am Dienstag genau ist. Dieser starke Einfluss bewirkt, dass von einem Tag auf den anderen durch unerwartete Ereignisse wie Pleiten, Todesfälle usw. Strukturwandlungen eingeleitet werden, in denen nicht nur Altes zusammenbricht, sondern sich gleichzeitig auch neue Perspektiven öffnen. Um das Gleichgewicht nicht zu verlieren, ist es im individuellen Erleben wichtig, den Fokus auf Erstrebenswertes zu richten und Unwichtiges wegzulassen. Unterstützend ist, wenn wir uns vor Augen halten, was Gedanken auslösen und unsere Handlungen bewirken können.  

Am Freitag steht die Waage-Sonne in Opposition zu Chiron im Widder. Dadurch rücken von Donnerstag bis Samstag die Sünden oder Unterlassungen der Vergangenheit in den Fokus. Wird einander Verständnis und Mitgefühl entgegengebracht, so sind dies Tage, in denen das Pro und Contra von Angelegenheiten und Projekten analysiert, korrigiert und gestaltet werden kann. Diese Prozesse beanspruchen oft Jahre. 

Am Sonntag ist der Mond im Widder voll. In den Tagen vor und nach dem Vollmond ist es oft so, dass in der einen oder anderen Form das Mass voll ist, was sowohl bei Erfolgen als auch Misserfolgen der Fall sein kann. Erneut geht es um Beziehungen, die auf eine neue Ebene gebracht werden wollen oder vielleicht gar zurückgelassen werden müssen, wenn keine stimmige Wellenlänge mehr gefunden werden kann. Es sieht danach aus, als ob vielerorts nach dem Sturm ein Wiederaufbau angesagt ist, doch dies wird dauern, weil Handlungsweisen sowie der Umgang mit Werten und Ressourcen in den kommenden Wochen den aktuellen Realitäten angepasst werden müssen.     

 

 

Die Woche vom 10. bis zum 16. Oktober 2022 – Für welche Werte setzen wir uns ein?

Mars in den Zwillingen bildet am Mittwoch ein Quadrat zum rückläufigen Neptun in den Fischen. Dieser Einfluss stellt uns die ganze Woche vor die Herausforderung, Kompromisse zwischen spontanem kommunikativen und lernbegierigen Handeln und dem Wunsch, gleichzeitig anderen Menschen zu dienen und zu helfen, zu suchen. Wenn dies gelingen soll, ist es notwendig, in der Auseinandersetzung mit anderen Sichtweisen das Sinnvolle und Machbare zu erfassen. Streit oder das Gefühl, Situationen hilflos ausgeliefert zu sein, können dort entstehen, wo ein realitätsfremder Idealismus wirkt oder mit Ausweichmanövern versucht wird, zum Ziel zu kommen.  

Venus bewegt sich auf die Sonne zu und befindet sich Ende der Berichtsperiode in Konjunktion mit ihr. Die Göttin der Liebe, Kunst und Harmonie ist also wegen ihrer Nähe zur Sonne bis zum 25. November 2022 am Himmel nicht sichtbar. Das bedeutet, dass nach all den Erschütterungen die Menschen gleichzeitig gefordert sind, ihre Haltung zu Werten und Ressourcen zu überprüfen.  

Am Montag steht die Waage-Venus in Opposition zu Chiron im Widder. Durch diesen Einfluss weht bis Dienstag ein sensibler Wind in Beziehungen und finanziellen Angelegenheiten, der weitere wunde Stellen aufreisst, aber auch zu «heilenden» Erkenntnissen führen kann. Es kann beispielsweise sein, dass man sich schon wegen Kleinigkeiten wertlos fühlt. Dem gilt es entgegenzusetzen, dass solche Gefühle und Gedanken keine gute Option sind, um etwas zu verändern. Nicht auszuschliessen ist, dass viele Menschen wegen der aktuellen Lage im Weltgeschehen in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten sind und nicht mehr ein und aus wissen. Es bleibt zu hoffen, dass sich gerade durch solche Erlebnisse langfristig neue Chancen eröffnen, die konstruktive Veränderungen von unhaltbaren Situationen nach sich ziehen werden.  

Am Mittwoch steht Merkur in der Waage in Opposition zum rückläufigen Jupiter im Widder, Mars bildet ein Quadrat zum rückläufigen Neptun in den Fischen und die Sonne ein Trigon zu Saturn im Wassermann. Es ist nicht meine Art, das Negative herauszuschälen, doch die Tage von Dienstag bis Freitag sind bestens geeignet für Hochstapler und Lügner, zumal Mars und Neptun ausweichendes Handeln begünstigt. Selbstverständlich gibt es auch eine positive Seite, da man in diesen Tagen den tieferen Sinn der Geschehnisse erfassen und anders   handeln kann. Unterstützend wirken Sonne und Saturn, die darin unterstützen, Kräfte zu bündeln. Da Saturn noch bis zum 23. Oktober 2022 rückläufig ist und täglich langsamer wird, kann gerade dieser Umstand zu Schnellschüssen führen. Weiser ist es also, allenfalls bis Ende Oktober 2022 abzuwarten. 

Am Freitag bildet Venus, die Herrscherin über die Waage, ein Trigon zu Saturn im Wassermann. Dieser schöne Einfluss begünstigt von Donnerstag bis Samstag Konzepte und Pläne in eine Form zu bringen. Ebenso sind die Chancen erhöht, dass in diesen Tagen Rechte und Pflichten in Beziehungen gütlich geregelt werden können, was sich auch günstig auf die Ausarbeitung von Verträgen auswirkt. 

Über das Wochenende wirkt ein konstruktiver Tatendrang, weil am Montag der folgenden Woche Mars in den Zwillingen ein Trigon zur Sonne bildet. 

Unterstützend ist, dass vom 15. bis zum 20. Oktober die Sonne im Sog von Spica steht.  Dank dieses Sterns fliesst uns das Wissen zu, das zu Lösungen sowie zur Fülle und Grosszügigkeit in einem bestimmten Bereich führt.  

 

 

Die Woche vom 17. bis zum 23. Oktober 2022 – Entscheide Dich für Dein Herz

Die letzten Tage der Berichtsperiode gestalten sich tatkräftig, kommunikativ und unternehmungsfreudig, weil bis Mittwoch Wille und Handlung miteinander harmonieren. Dies ist dem Trigon zwischen der Waage-Sonne und Mars in den Zwillingen zu verdanken. Dies sind gute Tage, um sich auf gemeinsame Vorgehensweisen und Ziele zu einigen. Zur Erinnerung: Mars ist vom 30. Oktober 2022 bis zum 12. Januar 2023 rückläufig, und deshalb gelangt vieles, was jetzt in Gang gesetzt wird, noch einmal in eine Überarbeitungsphasen.  

Am Samstag gibt sich die Venus ein Stelldichein mit der Sonne. Da die Venus die Sonne sehr langsam überholt, wirkt es in dieser und auch noch in der nächsten Woche nach. Im individuellen Erleben sind dies Tage, in denen man sein Herz fragen sollte, ob das, was man liebt und schätzt, wirklich noch stimmig oder bereits zur Gewohnheit geworden ist. Es ist wichtig, sich für sein höchstes Wohl zu entscheiden, weil uns nur dies dazu befähigt, aus dem Vollen zu schöpfen und der Welt wirklich zu dienen. Im Zusammenspiel mit anderen Einflüssen werden Entscheidungen vorbereitet, welche Projekte man weiterverfolgen kann oder will. Diskussionen können sich sowohl privat als auch geschäftlich um Fragen drehen, ob finanzielle Mittel und Ressourcen nach bekannten oder nach neuen Wertmassstäben verwendet werden.  

Am Mittwoch und Donnerstag bilden Venus und Sonne in der Waage ein Quadrat zu Pluto im Steinbock. Deshalb führen von Dienstag bis Freitag materielle und emotionale Besitzansprüche, Gier und Kontrollmanöver vermehrt zu Eifersuchtsszenen und anderen schwierigen Ereignissen. Es ist auch möglich, dass Vieles von dem, was in den letzten Tagen lanciert worden ist, in eine weitere intensive Prozessphase gerät. In diesen Tagen können Skandale eskalieren. Doch im persönlichen Erleben können wir die wirkenden Einflüsse, auch dank der Astrologie, leichter in konstruktive Bahnen lenken. Wenn wir beispielsweise bestimmte Menschen nicht mehr mögen, so hat dies meistens nichts damit zu tun, dass der andere «schlecht» ist, sondern vielmehr mit unterschiedlich verlaufenden Entwicklungen, die in unserer Zeit schärfer sichtbar werden. Deshalb ist es in vielen Fällen weiser, sich nicht unnötig zu exponieren, was nicht bedeutet, sich zu verbiegen. Es ist meistens weiser, keine Partei zu ergreifen, sondern einen dritten, neutralen Pol einzunehmen. Dies zum einen deshalb, weil wir nur selten alle Beweggründe kennen, zum anderen wird in dieser Zeit auch bei Organisationen oder Parteien, von denen wir meinen, alles sei in bester Ordnung, Unstimmiges an die Oberfläche geschwemmt, was uns natürlich schockieren kann.  

 

Am Sonntag wechselt die Sonne um 12.37 Uhr in den Skorpion. Die Konjunktion zwischen Venus und Sonne hat sich auf 0 Grad Skorpion verschoben und ist immer noch genau. Die Skorpion-Phase beginnt also unter dem Siegel der Leidenschaften, was auch zu tiefschürfenden Erneuerungen führen wird. Mehr darüber in der nächsten Zeitqualität. 

 

Ruth Siegenthaler

19. September 2022

Lektorat: Helga Eichner, München D



[1] Erzählende Affen – Mythen, Lügen, Utopien – Samira El Ouassil & Friedemann Karig – Seite 130 - Ullstein

[2] Die Erfindung des Indiiduums – Der Liberalismus und die westliche Welt – Larry Siedentop – Klett Cotta